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Flüchtlinge nähen für Senioren

„Miteinander“-Team vermittelt Ehrenamtliche an Ahornhof

14.08.2017
Flüchtlinge nähen fuer Senioren
Suleiman Brimo, Anisa Monla Mohammed und Parwana Sadegi (von links)helfen Älteren gern. Foto: Koordinationsstelle Miteinander

Was tun, wenn die Hosentasche gerissen ist oder der Rocksaum nicht mehr richtig sitzt? Für die Bewohner des Langener Seniorenzentrums Ahornhof an der Darmstädter Straße ist das kein Problem. Sie bekommen alle zwei Wochen Besuch von Fachleuten, die Kleidung reparieren oder ausbessern: Anisa Monla Mohammed, Parvana Sadegi und Suleiman Brimo sind Profis im Umgang mit Nadel und Faden. Sie kamen als Flüchtlinge nach Langen und engagieren sich nun selbst ehrenamtlich. Organisiert hat das Projekt die städtische Koordinationsstelle Miteinander.

„Wir haben so viel positive Erfahrungen gemacht und Hilfe bekommen, dass wir gerne bereit sind, hier für andere etwas zu tun“, sagt Anisa Monla Mohammed. Sie ist Schneiderin, kommt aus Syrien und lebt mit ihrer Familie seit drei Jahren in der Sterzbachstadt. „Gerade alte Menschen möchten wir gerne unterstützen“, meint auch Parwana Sadegi aus Afghanistan, die mit dem syrischen Schneider Suleiman Brimo zum Team gehört. Mit ihrer Idee kamen die Drei ins Miteinander-Büro an der Rheinstraße 29 (zwischen Tegut und dem Restaurant „Anatolia“). Dort wurde schließlich der Kontakt zum Ahornhof geknüpft.

Annett Vielemeyer vom Sozialdienst der Senioreneinrichtung war begeistert. „Unsere Bewohner brauchen öfter Hilfe. Kleine Näharbeiten können sie nicht mehr selbst erledigen. Daher konnten wir uns gut vorstellen, einen Nähservice bei uns im Haus zu haben“. Dass das Projekt bestens ankommt, zeigt sich bei den 14-täglichen Besuchen der ehrenamtlichen Helfer. „Die Bewohner im Ahornhof warten immer schon gespannt im Foyer auf die Ankunft der Drei“, sagt Annett Vielemeyer.

Jolanta Rutkowksa sitzt für die Arbeiterwohlfahrt in der Koordinationsstelle und freut sich über das Engagement der Geflüchteten und die positiven Reaktionen der älteren Leute: „Es ist toll für uns zu sehen und zu spüren, wie beide Seiten von solchen Initiativen profitieren.“ Ähnliche Projekte würden sicherlich in nächster Zeit folgen. Bis dahin seien die Räumlichkeiten an der Rheinstraße eine gute Anlaufstelle für alle, die einen Beitrag zum bunten und friedlichen Zusammenleben in Langen leisten möchten. Fragen zur Mitarbeit und den einzelnen Angeboten beantwortet Christraud Bommer unter der Telefonnummer 5090593 oder per E-Mail an cbommer@langen.de.

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