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Flott mit dem Fahrrad unterwegs

Magistrat stellt Weichen für Route Frankfurt-Darmstadt

15.04.2017

Radfahren ist gesund und macht Spaß. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen und damit auch zur Arbeit fahren. Der Ausbau von Radwegen im Stadtgebiet und schnelle Verbindungen zwischen den Kommunen werden deshalb immer wichtiger. Berufspendler sind bereit, bei guten Strecken auch längere Wege auf dem Drahtesel zurückzulegen. Den aktuellen Trend unterstützt jetzt die Bundesregierung, indem sie für die nächsten Jahre Millionenbeträge zur Subventionierung von Fahrradschnellwegen bereitstellen will. Davon profitiert auch die geplante Raddirektverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt, mit der im kommenden Jahr begonnen werden soll. Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung dafür eine wichtige Weiche gestellt.

Bürgermeister Frieder Gebhardt hat sich für den Radweg ausgesprochen, allerdings mit einer Auflage: „Ich finde die Idee hervorragend, aber ohne die in Aussicht gestellte Förderung kann Langen die Kosten nicht übernehmen. Deshalb ist es wichtig, dass das Land Hessen zu seiner Ankündigung steht.“

Ende 2015 präsentierte der Regionalverband FrankfurtRheinMain das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie für die schnelle Radverbindung. Die rund 30 Kilometer lange Strecke soll vom Frankfurter Süden durch Neu-Isenburg, Dreieich und Langen führen, danach verläuft sie entlang der Bahnlinie über Egelsbach und Erzhausen nach Darmstadt.

Während die Untersuchung für den Abschnitt zwischen Langen und Frankfurt die Route in Siedlungsmitte favorisiert, hat sich die Stadtverordnetenversammlung in Langen im Oktober 2016 dafür entschieden, den Radweg entlang der Bahn zu führen, vor allem wegen des Engpasses über die Bahnstraße.

Wie die Bahn-Variante in Langen genau verlaufen soll, steht allerdings noch nicht endgültig fest. Als erstes soll jetzt der Abschnitt von der Gemarkungsgrenze Egelsbach über das renaturierte Sterzbach-Gebiet bis zum bebauten Ortsrand unter die Lupe genommen und unter Berücksichtigung des Natur- und Landschaftsschutzes in einem Bebauungsplan verankert werden. In diesem Zuge will der Magistrat den Aufstellungsbeschluss für den alten Bebauungsplan „Stadtpark Langen“ aufheben. Im Jahre 1983 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, einen Erholungspark mit verschiedenen Freizeiteinrichtungen anzulegen. Dieses Ziel hat die Stadt aber schon vor vielen Jahren aufgegeben und stattdessen den Sterzbach freigelegt und ein Landschaftsschutzgebiet geschaffen.

Über die Aufstellung des neuen Bebauungsplans diskutieren die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Bau und Verkehr am Mittwoch, 19. April. Die Beschlussfassung ist in der Stadtverordnetenversammlung für Donnerstag, 11. Mai, vorgesehen.

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