Aktuelles Rathaus

Fake News beim Sommerempfang

Bürgermeister widerlegt Behauptungen der FWG-NEV

09.09.2019

Eigentlich ist die FWG-NEV ein alter Hase in der Kommunalpolitik. „Und doch kann sie offenbar Bebauungspläne nicht richtig lesen“, wundert sich Bürgermeister Frieder Gebhardt. Jedenfalls versteht der Verwaltungschef nicht, warum Langens Nichtparteigebundene Einwohner-Vertreter behaupten, im Neubaugebiet Liebigstraße sein „kein einziger Baum“ vorgesehen. So wurde es laut Pressebericht auf dem Sommerempfang des Ortsverbandes kundgetan.

Der Bebauungsplan spricht laut Gebhardt allerdings eine völlig andere Sprache. Verankert sei in dem Regelwerk, dass auf den Flächen östlich der Bahnlinie rund 350 Bäume gepflanzt werden: in öffentlichen Anlagen, an Straßen und in privaten Gärten. Einige schutzwürdige Bäume würden erhalten. Ein großer Grünzug entlang der Nordumgehung und auch breitere Grünstreifen innerhalb des Gebiets würden zudem unterstreichen, dass an der Liebigstraße sehr wohl ökologischen Aspekten Rechnung getragen werde. Die FWG-NEV hätte einfach mal im Rathaus nachfragen können, wenn sie den Bebauungsplan nicht verstehen“, meint Gebhardt. „Wissentlich Falschaussagen in die Welt zu setzen, disqualifiziert jeden Anspruch an seriöse Kommunalpolitik.“

Im Baugebiet Belzborn werde ebenfalls reichlich gepflanzt. Die Anwohner bräuchten dort aber auch Stellplätze und Garagen, damit die öffentlichen Flächen nicht restlos zugeparkt würden. Dennoch kritisiert die FWG-NEV den Verkauf von städtischen Parzellen innerhalb der Garagenhöfe, die notwendigerweise im Bebauungsplan zum Abstellen von Autos ausgewiesen seien. „Dort jetzt eine ‚grüne Infrastruktur‘ zu verwirklichen, ergibt allein schon wegen der Stellplatzsatzung keinen Sinn“, betont Gebhardt.

Dass sich die FWG-NEV überdies gegen den Verkauf des Speierling-Geländes auf dem Steinberg aussprechen, ist für den Bürgermeister reichlich naiv. Denn die Fläche sei schon vor einigen Jahren für eine Bebauung veräußert worden. Für den dortigen Bolzplatz, von Anfang an als Zwischennutzung geplant, werde es einen Ersatzstandort geben, und zwar am Freizeit- und Familienbad. Das sei auch der FWG-NEV bekannt und trotzdem werde behauptet, der Platz falle ersatzlos weg.

Laut Zeitungsartikel freuen sich die Nichtparteigebundenen Einwohner-Vertreter, dass das Paul-Ehrlich-Institut in Langen bleibt. „Aber muss der Verkehr auch noch über die bereits jetzt hochbelastete Robert-Bosch-Straße geführt werden“, heißt es dann weiter. „Das klingt so, als würde der Neubau erheblichen Mehrverkehr ins Wirtschaftszentrum bringen“, sagt Gebhardt. Dabei wechsele das Institut nur die Straßenseite, um sich auf dem Kronenhof-Areal anzusiedeln. Und dort würden für die rund 800 Beschäftigten - im Gegensatz zum Ist-Zustand – ausreichend Parkplätze geschaffen. „Das verbessert die Situation im Neurott und vor allem auch im angrenzenden Wohngebiet“, freut sich der Verwaltungschef.

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