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Erfolgreich kooperieren

Mit interkommunaler Zusammenarbeit spart Langen Zeit und Geld

04.10.2021

Gemeinsam sind wir stark, sagt der Volksmund. Das sieht auch die Stadt Langen so, die deshalb oft mit anderen Kommunen und der Kreisverwaltung Hand in Hand arbeitet, um Synergieeffekte zu nutzen. Wo genau finanzielle und personelle Ressourcen geschont werden, zeigt der neue Bericht zur interkommunalen Zusammenarbeit, den die Stadt jetzt vorgelegt hat. Er wird am 7. Oktober dem Haupt- und Finanzausschuss zur Kenntnisnahme vorgelegt.

In dem Bericht steht unter anderem, dass die Langener sich über kurze Wege bei der Kfz-Zulassung freuen können. Die im hiesigen Rathaus ansässige Außenstelle der Dietzenbacher Behörde bringt zusätzliche Erträge für den Stadtsäckel, verringert die Warteschlangen im Kreishaus und ist damit ein Gewinn für alle Beteiligten.

Geht es um Wohnungsvermittlung und Hilfe für Obdachlose, wirkt die Sterzbachstadt eng mit Nachbarkommunen im Westkreis Offenbach zusammen. Auf rein administrativer Ebene stimmt sich Langen mit anderen Städten und Gemeinden ab, wenn Stellungnahmen erarbeitet, Einzelhandelskonzepte aufs Gleis gesetzt und Planfeststellungsmaßnahmen im Bauwesen erstellt werden müssen.

Sehr gut vernetzt ist die Feuerwehr. Gemeinsam mit anderen Brandschützern aus dem Kreis schreiben die Langener Sammelbestellungen für Geräte, Ausrüstung und sogar Fahrzeuge und einen Großraumlüfter aus und können dadurch bei der Anschaffung ordentlich sparen. Auch bei der Instandsetzung der Gerätschaften greifen sich die Floriansjünger gegenseitig unter die Arme. Sie gründeten darüber hinaus noch mit Rodgau, Dreieich, Seligenstadt und Heusenstamm einen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk für die Gefahrgutüberwachung. Gemeinsame Personalschulungen runden die Partnerschaft mit den Kameraden aus dem Kreis ab und bringen alle auf den gleichen Wissensstand.

Bewährte Praxis ist die interkommunale Zusammenarbeit im kulturellen Sektor. Die Volkshochschule Langen greift dabei auf viele lokale Kooperationspartner zurück. Zu ihnen zählen Vereine, Bildungseinrichtungen und andere Institutionen. Ähnlich macht es die Musikschule. Das Team aus dem Kulturhaus Altes Amtsgericht kommuniziert mit allen Musikschulen der Region und des Landes, profitiert dabei vom regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch und koordiniert überregionale Projekte und Wettbewerbe.

In der Stadtbücherei ist der bundesweit zwischen Bibliotheken betriebene Leihverkehr längst Alltag. Und Stadtmuseum und Stadtarchiv arbeiten mit anderen Archiven und Museen des Landes zusammen und tauschen sich fachlich aus.

Im Zusammenschluss mit Dreieich, Egelsbach und anderen Kommunen organisiert der städtische Fachdienst Demografischer Wandel, Senioren, Soziale Organisationen Veranstaltungen für Ältere, Freizeit-Angebote für Behinderte oder die „AG-Pflege“ für ambulante und stationäre Anbieter der Altenpflege. Auch das beliebte Magazin „Zeitlos“ ist ein Projekt, an dem Langen und Egelsbach beteiligt sind. Interkommunale Workshops für Ehrenamtliche und Profis der Altenarbeit runden das Ganze ab. Ab Ende 2021 soll die Kooperation in der Altenarbeit weiter intensiviert werden. Die Seniorenberaterin, der Seniorenberater der Gemeinde Egelsbach wird in das Team von dem Begegnungszentrum Haltestelle integriert, selbstverständlich mit Arbeitsschwerpunkt in der Gemeinde Egelsbach.

Einen regen Austausch betreibt zudem auch der Fachdienst Kinderbetreuung: Städteübergreifend kommen die Verantwortlichen in Fachberatungen, Arbeitskreissitzungen und zu Fortbildungen zusammen, um wichtige Themen aus ihrem Metier zu besprechen oder sich fortzubilden. Und am Bundesprojekt „Frühe Chancen – Sprachförderung“ nimmt Langen zum Wohle des Nachwuchses ebenfalls teil. In der Jugendarbeit ist die kommunale Zusammenarbeit auch sehr erfolgreich, etwa beim Projekt Berufswegebegleitung und Jugend in Schule und Beruf oder in der Jugendsozialarbeit mit dem Projekt „Jugend stärken im Quartier“. Mit dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Offenbach wird die Demokratie gefördert durch das Projekt „Demokratie leben!“ und die Integrationsbeauftragten des Kreises tauschen ebenfalls regelmäßig fachlich aus und arbeiten zusammen.

Eine interkommunale Kooperation gibt es auch beim Organisationsmanagement und dem Internen Service der Stadt Langen (D115 – Bundeseinheitlicher Behördenruf, Hessenfinder/Zuständigkeitsfinder, EU-Dienstleistungsrichtlinie/Einheitlicher Ansprechpartner). Der Fachdienst Controlling und Finanzen hat mit anderen hessischen Kommunen Anforderungen an eine Finanzsoftware definiert.

Bei Standortwerbung, Marketingkonzepten und Baugenehmigungen für Gewerbetreibende ist die Wirtschaftsförderung mit der Industrie- und Handelskammer Offenbach und den beim Kreis ansässigen Kollegen eng verzahnt. Mit im Boot ist Langen zusätzlich bei der FrankfurtRheinMain GmbH, die sich die Vermarktung der Standortqualitäten rund um die Metropolregion auf die Fahnen geschrieben hat. Das gilt auch für den Breitbandausbau im Kreis Offenbach.

Der in der Neuen Stadthalle beheimatete Fachdienst Kultur und Sport pflegt kreisweit seine Kontakte und bietet mit der „Kultur-Card“ des Kreises Offenbach ein attraktives Angebot für die Kulturinteressierten an. Die Veranstaltungen am Internationalen Frauentag organisiert das Langener Frauenbüro mit den Kolleginnen aus Dreieich und Egelsbach.

Ein weiteres Paradebeispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit ist der Wertstoffhof der Kommunalen Betriebe (KBL) an der Darmstädter Straße, den die Stadt Langen zusammen mit der Gemeinde Egelsbach betreibt. Zudem kooperiert die Stadt Langen mit der südlichen Nachbargemeinde in der ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH, die als Tochterunternehmen der KBL die Müllabfuhr für die zwei Kommunen übernommen hat. Daneben kooperieren die KBL mit anderen Städten und Gemeinden noch in einem gemeinsamen Salzlager und beim Treffen der Leiter der Bauhöfe des Kreises Offenbach sowie im ERFA-Kreis. In diesem arbeiten zehn Eigenbetriebe aus dem Rhein-Main-Gebiet zusammen und entwickeln unter anderem Strategien und untersuchen Optimierungsmöglichkeiten und Kostensenkungs-potentiale.

Bei der Stadtwerke Langen GmbH bestehen folgende Formen der interkommunalen Zusammenarbeit: als Stromeinkaufsgemeinschaft, bei der Wasserversorgung, bei Windparkprojekten, im öffentlichen Nahverkehr, bei der Bürgerenergiegenossenschaft, in energiewirtschaftlichen Netzwerken und bei Standardprodukten für Verwaltungsprozesse.

Bürgermeister Jan Werner sagt: „Die Stadt Langen sieht sich in der Pflicht, verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umzugehen. Durch die Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus, entsteht eine nachhaltige und ökonomische Wertschöpfung in der Region, von der letztlich alle profitierten. Geringere Kosten, vielfältigere Angebote und eine schlanke Verwaltungsstruktur sind die unmittelbaren Vorteile solcher Projekte“.

Fragen zum Bericht über die interkommunale Zusammenarbeit beantwortet der zuständige Fachdienst Controlling und Finanzen unter der E-Mail-Adresse beteiligungsmanage-ment@langen.de.

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