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Ein Spielplatz ist kein Klo

Stadt erinnert an „nette Toiletten“ als Alternative

15.04.2019

„Mama, ich muss mal groß!“ Dieser Satz treibt Eltern auf Spielplätzen oft den Schweiß auf die Stirn. Mal schnell mit den Kleinen ins Gebüsch zu gehen, sei allerdings keine Option, heißt es aus dem Fachdienst Migration, Jugend, Spielplätze im Langener Rathaus. Dort häufen sich zurzeit die Meldungen, dass mehr Menschen und Tiere ihre Notdurft zwischen den Bäumen und Sträuchern der öffentlichen Spielflächen und Grünanlagen verrichten. Die übel riechenden Tretminen seien nicht nur unangenehm bei direktem Kontakt mit dem Schuhwerk, sondern auch hygienisch bedenklich – vor allem für Kinder, die gerne zwischen den Büschen Fangen und Verstecken spielen.

Alternativen zum Gang ins Grüne bietet die Initiative „nette Toilette“: Langener Gastwirte, Eisdielenbesitzer, Geschäftsleute und öffentliche Einrichtungen stellen dabei ihre WCs während der Öffnungszeiten der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung. Sichtbar gemacht werden die „netten Toiletten“ durch rote Aufkleber mit einem lachenden Gesicht im Eingangsbereich. Etwa 30 gibt es bereits im Stadtgebiet. Wer alles dabei ist, steht auf der Internetseite der Stadt (www.langen.de/nette-toilette.html). Die wünscht sich, dass noch viel mehr Teilnehmer dazukommen. Das Projekt trage gerade für Senioren, Menschen mit Handikap, Schwangere oder Eltern mit Kleinkindern zu mehr Lebensqualität und Mobilität in der Stadt Langen bei. Für alle Ladengeschäfte, Gastronomiebetriebe und andere Einrichtungen, die mitmachen, sei der ganz besondere Service zudem ein Imagegewinn und eine gute Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen.

Ist im Notfall keine „nette Toilette“ in Spielplatznähe, empfehlen sich Notfall- und Reise-Toiletten mit Einwegbeuteln aus der Drogerie für unterwegs. Ebenso lassen sich Hinterlassenschaften unkompliziert und sauber mit Hilfe von Plastiktüten entfernen und in den Mülleimern auf den Spielplätzen entsorgen. Auch bei Hundebesitzern ist das ein gängiges Verfahren und auf Spiel- und Grünflächen ebenso zumutbar wie im restlichen Stadtgebiet. „Dass sich die aufwendig angelegten Flächen mit Sandkästen, Rutschen und Schaukeln nicht zum Gassi gehen eignen, ist selbstverständlich. Schließlich soll ein Spielplatz auch eine Platz zum Spielen bleiben“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig.

Geschäftsleute und Gastronomen, die künftig eine „nette Toilette“ zur Verfügung stellen möchten, können sich bei Franziska Klunker melden, die das Projekt im Rathaus betreut. Telefonisch ist sie unter 203-537, per E-Mail unter nettetoilette@langen.de erreichbar. Fragen zu den Langener Spielplätzen beantwortet Martina Waidelich, Leiterin des Fachdienstes Migration, Jugend, Spielplätze unter 06103 203-536 (E-Mail: spielplätze@langen.de). Für Umweltangelegenheiten ist Sandra Trinkaus (Telefon 203-391, E-Mail strinkaus@langen.de) vom Referat für Umwelt und Mobilität zuständig.

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