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Bürgerstiftung will bekannter werden

Plakataktion und Armbändchen werben für den guten Zweck

13.11.2017
Bürgerstiftung Plakataktion - Plakat 1
Die Bürgerstiftung Langen macht jetzt Plakatwerbung. Auf diesem Motiv stellt sich Annika Peter von der abass GmbH in den Dienst der guten Sache. Foto: Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftung Langen rührt die Werbetrommel. Sie will mehr wahrgenommen werden und ganz nach ihrem Motto noch ergiebiger als bisher „Gutes wachsen lassen“. Deshalb werden jetzt große Plakate die Blicke auf die Stiftung lenken. Sie ist nun sieben Jahre am Werk. Gewachsen sind seitdem viele guten Dinge. Doch wie ist es um den Bekanntheitsgrad der Stiftung tatsächlich bestellt? Ist sie wirklich in aller Munde, um möglichst viele Spenden und Zustiftungen gewinnen zu können? 

„Wir sind noch nicht so prominent wie wir sein möchten“, heißt es im Stiftungsvorstand, der sich aus Uwe Daneke (ehemaliger Fachbereichsleiter im Langener Rathaus) und Juan Lopez Schnecker (kaufmännischer Prokurist der Stadtwerke Langen GmbH) zusammensetzt. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis haben die beiden gemeinsam mit Mitgliedern des Kuratoriums und der Stifterversammlung Ideen gesammelt, wie auf die Einrichtung und ihre Sinnhaftigkeit stärker aufmerksam gemacht werden kann.

Als Ergebnis werden Bahnreisende vom 10. bis 20. November auf Gleis 4 des örtlichen Bahnhofs ein Großplakat mit Anika Peter vom hiesigen IT-Spezialisten abass sehen. Ihre Botschaft lautet: „Werden auch Sie ein Stifter!“ Ins gleiche Horn stoßen vom 1. bis 14. Dezember die Brüder Stephan und Christoph Braun vom Kaufhaus Braun (Ecke Bahnstraße/Walther-Rathenau-Straße gegenüber vom „Jumes“) und Wolf-Bodo Friers und Stefan Langner von der Baugenossenschaft Langen (Edeka an der Pittlerstraße). Überdies beteiligt sich das Lichtburg-Kino an der Bahnstraße an der Kampagne. Kinobetreiber Bruno Ugazio hat zugesichert, die Plakate mit in die Werbeblöcke vor den Filmen zu stellen.

Darüber hinaus hat die Bürgerstiftung Gummiarmbändchen mit dem Aufdruck „Ich geh stiften, gehst du mit?“ anfertigen lassen. Sie werden an diesem Freitag (10. November) erstmals bei der Aufführung des Theaterstücks „Don Quijote“ der Behindertenhilfe Stadt und Kreis Offenbach in der ausgebuchten Neuen Stadthalle gegen eine kleine Spende abgegeben. Auch zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohnern der Langener Albrecht-Tuckermann-Wohnanlage treten auf. Die Behindertenhilfe hatte sich mit dem Bühnenspiel zum „Projekt des Jahres“ der Bürgerstiftung beworben und den Zuschlag erhalten. Das brachte ihr eine Unterstützung in Höhe von 8.000 Euro aus Mitteln der Stiftung und 2.500 Euro aus weiteren Spenden. Letztere sollen eine zweite Aufführung ermöglichen.  

Der Stiftungsvorstand verspricht sich von den Werbeaktionen nicht nur eine Steigerung des Bekanntheitsgrades, sondern vor allem weitere Zustifter und Spender. Nach Danekes Worten sind Zustiftungen Geldbeträge oder andere Vermögensgegenstände – etwa aus Erbschaften oder Vermächtnissen -, die das Stiftungsvermögen aufstocken und dadurch zu höheren Zinserträgen führen. Sie müssen ausdrücklich als solche bestimmt werden. Ab 10.000 Euro können Zustifter bestimmen, was mit den Erträgen aus ihren Gaben geschehen soll. Den Rahmen gibt der Stiftungszweck vor. Es muss also beispielsweise um Bildung, Erziehung, Sport, Kunst und Kultur, Umwelt- und Naturschutz oder Jugend- und Altenhilfe gehen. Ab einem Betrag von 500 Euro haben die Zustifter auf Lebenszeit Sitz und Stimme in der Stifterversammlung.

Spenden werden unmittelbar und zeitnah für die Stiftungszwecke eingesetzt. Ein guter Anlass hierfür ist ein Geburtstag oder ein Firmenjubiläum, bei denen anstelle von Geschenken für die gute Sache gesammelt wird. Der Spender legt fest, für was das Geld verwendet werden soll. Ansonsten macht das der Stiftungsvorstand. Sowohl bei Spenden als auch bei Zustiftungen gibt es steuerlich absetzbare Zuwendungsbestätigungen.  

Die Bürgerstiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 2010 fast 150.000 Euro an Fördergeld für kleine und große Projekte bereitgestellt. Die Summe setzt sich aus den Erträgen des angelegten Stiftungskapitals und aus Spenden zusammen. Neben dem Theaterprojekt der Behindertenhilfe hat die Stiftung zuletzt unter anderem die Kinderkonzerte der Musikschule finanziell unterstützt, den Umzug der Kinder- und Jugendfarm-Farm, die Umwelterziehung in den Kindertagesstätten, das interkulturelle Stadtfest und die Integration von Geflüchteten.

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