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Balancierwelt und Kletterschlucht

Stadtgarten nimmt dank Bürgerbeteiligung Gestalt an

22.10.2018
Stadtgarten - Balancierwelt und Kletterschlucht - Grafik
Eine Kletterschlucht mit Rutsche und einer Holzbrücke zum Balancieren soll zu einer Attraktion im Langener Stadtgarten werden. Bild: Landschaftsarchitekturbüro Schelhorn

1.800 Sträucher und mehrere Bäume wurden im vorigen Jahr gesetzt, der Rasen ist längst angelegt, das Gelände modelliert. Es gibt Wege und inzwischen auch einige Bänke. Doch ein wirklicher Anziehungspunkt ist der Stadtgarten hinter der Zimmerstraße zwischen Kita „Mittendrin“, Zentrum für Jung und Alt und Dreieichschule allerdings noch nicht. Doch das soll sich in absehbarer Zeit ändern, denn die weitere Gestaltung nimmt jetzt Fahrt auf, wie Erster Stadtrat Stefan Löbig erklärte. „Wir verfügen dank Bürgerbeteiligung über ein gutes Konzept, das wir Schritt für Schritt verwirklichen werden.“

Unter Federführung der städtischen Umweltberatung gab es eine richtige Ideenschmiede mit zahlreichen Beteiligten. Dazu zählten die benachbarten Schulen, Kindertagesstätten, Kirchen und die direkte Anwohnerschaft. Außerdem brachten Vereine aus den Bereichen Soziales, Umwelt und Naturschutz und Mitglieder des neuen Jugendforums ihre Vorschläge ein. Mit in der Runde saßen obendrein Fachleute der Stadtverwaltung und der Kommunalen Betriebe.  

Aus den verschiedensten Blickwinkeln ging es um Lieblingsbeschäftigungen im Freien und ganz allgemein darum, was ein solcher Stadtgarten eigentlich leisten und bieten sollte. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Am Ende kristallisierten sich Abschnitte für Ruhesuchende im Süden des etwa 4.200 Quadratmeter großen Geländes heraus und Aktionsflächen für Kinder und Jugendliche in Richtung der Ludwig-Erk-Schule und der Kita „Mittendrin“.

Wiederholt wurde deutlich, dass sich viele im Stadtgarten ganz einfach ausruhen und entspannen wollen oder auf der Wiese picknicken und chillen. Die Anlage möge – so der Wunsch – zu einem Treffpunkt in der Stadt werden. Zur Attraktivität beitragen sollen zudem Bewegungsangebote. Balancieren, klettern, schaukeln, rutschen und spielen zählen dazu. Auf der Agenda steht deshalb unter anderem eine vielfältige Kletter- und Balancierwelt mit einer Schlucht, einer Holzbrücke und einer drei Meter hohen Wand, die erklommen werden kann. Ein Bodentrampolin, ein Riesen-Schachspiel und ein Trinkwasserbrunnen sollen zu Stationen für die ganze Familie werden.

Damit die Natur nicht zu kurz kommt, entstehen in den Randzonen bienenfreundliche Blühflächen. Darüber hinaus sind ein großes Kräuterbeet und einheimische Strauch- und Wildstauden vorgesehen, außerdem Kastanien, Blumeneschen und Ahornbäume.

Nicht nur auf Gegenliebe stoßen könnte die Übereinkunft, Hundehalter zu bitten, mit ihren Tieren einen Umweg um den Stadtgarten zu machen. Das soll gewährleisten, dass sich niemand beeinträchtigt fühlt, zum Beispiel spielende Kinder oder Erwachsene, wenn sie ihr Picknick genießen. Laut Löbig ist das eine Regelung, wie sie deutschlandweit in vielen Parks und Gärten praktiziert wird.

Aus all den favorisierten Vorschlägen hat das Landschaftsarchitekturbüro Schelhorn aus Frankfurt inzwischen ein Konzept entwickelt, das jetzt den Mitwirkenden an der Bürgerbeteiligung im Stadtgarten vorgestellt wurde und allgemeine Zustimmung gefunden hat. Nun geht es nach Löbigs Worten an die Ausschreibung und Umsetzung. Er rechnet damit, dass die ersten Arbeiten im zeitigen Frühjahr beginnen. Die Gesamtkosten bezifferte der Dezernent auf rund 170.000 Euro. Aufgrund der nach wie vor angespannten Finanzlage der Stadt könnten die Pläne nur nach und nach realisiert werden. Löbig spricht von mehreren Jahren.

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