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Alltagsmasken für Langen

„Miteinander“-Schneiderinnen nähen für den guten Zweck

24.04.2020

Nun gilt zum Schutz vor Corona auch in Hessen die Pflicht, in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr Mund- und Nasenmasken zu tragen. Davon ausgenommen sind nur Kinder unter sechs Jahren und Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Bei der Regelung geht es nicht um medizinische, sondern vielmehr um sogenannte Alltagsmasken. Das können unter anderem Tücher, Schals oder der selbstgenähte Gesichtsschutz sein. Den fertigen zum Beispiel Anisa Monla Mohamad und Bibigul Sadique vom Langener Stadtteilbüro „Miteinander“. Seit zwei Wochen sind sie für den guten Zweck schon eifrig am Nähen. „Ich bin gelernte Schneiderin und wollte in dieser schwierigen Zeit so vielen Menschen wie möglich helfen,“ sagt Monla Mohamad.

Kostenlos ausgegeben werden die Textilien durch die Apotheke Am Bahnhof (Liebigstraße 1) und die Oberlinden Apotheke (Berliner Allee 5). Kleine Spenden für den Kauf von Nähzubehör sind freilich willkommen. Auch am Gemeinschaftszaun am Albertus-Magnus-Platz gibt es die bunten Stoffmasken. Dort hängen für Bedürftige oder Menschen, die strikt Kontakt zu anderen meiden wollen, Tüten mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern. Und jetzt gibt es hier zudem die Miteinander-Masken in Tütchen einzeln verpackt.

Die Näherinnen empfehlen, die Baumwolltücher vor dem Gebrauch einmal in der Maschine bei 60 bis 90 Grad zu waschen. „Die Masken sind natürlich kein medizinischer Mundschutz, aber trotzdem können sie helfen, andere Mitmenschen vor Ansteckung zu schützen“, erklärt Senait Kifle von der städtischen Fachstelle Migration. Zusammen mit Jolanta Rutkowska von der Arbeiterwohlfahrt koordiniert sie das Nähprojekt, versorgt die Schneiderinnen mit Stoffen und stellt den Kontakt zu den Verteilstellen her. „Es ist schön zu sehen, wie gerade in schwierigen Zeiten kreative Wege gefunden werden, um sich gegenseitig zu unterstützen“, freut sie sich. Damit der Tuchvorrat nicht knapp wird, stehen an jedem Werktag von 9 bis 15 Uhr zwei Spendenboxen vor der Einrichtung an der Rheinstraße 29. Dort können kontaktlos Stoffe (am besten Baumwolle) und Nähmaterialien abgegeben werden.

In Nicht-Corona-Zeiten leiten Anisa Monla Mohamad und Bibigul Sadique die „Miteinander-Nähprojekte“ und bringen anderen den Umgang mit Nadel und Faden bei. Darüber hinaus besuchen sie alle zwei Wochen das Seniorenzentrum Ahornhof an der Darmstädter Straße und bieten den Bewohnern ihre Dienste an. Das alles fällt derzeit natürlich flach. „Wir wollten jedoch nicht untätig zu Hause herumsitzen, sondern trotz Kontaktverbot einen Beitrag zur Überwindung der Krise leisten,“ erklärt Bibigul Sadique.

Das Stadtteilbüro „Miteinander“ ist seit 2016 Anlaufstelle für Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich für ihren Stadtteil engagieren möchten oder nach einer Freizeitbeschäftigung oder Weiterbildung suchen. Die Ehrenamtler organisieren beispielsweise Computer- und Schwimmkurse und veranstalten Ausflüge. Auch das beliebte Suppenfest ist Teil des Programms. Ermöglicht wird das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Langen und des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt Offenbach durch das Förderprogramm „Gemeinwesenarbeit“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Antworten auf Fragen oder Informationen geben Jolanta Rutkowska und Senait Kifle gerne telefonisch unter der Rufnummer 203-541 und via E-Mail: miteinander@langen.de.

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