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Ahorn leidet unter Rußrindenkrankheit

Auch Bäume in Langen betroffen/Mit Fällen Fachfirmen beauftragen

20.05.2019

Es ist ein sperriger Begriff, der nicht gut klingt: Rußrindenkrankheit. Unter ihr leiden die verschiedenen Ahornarten - auch in Langen. Auslöser sind ein Pilz und der trockene Sommer des vergangenen Jahres, der den einheimischen Laubbäumen nach wie vor schwer zu schaffen macht.

Der Pilz zeigt sich zunächst neben anderen Veränderungen als dunkler Belag auf der Rinde der Ahornbäume. Später welken die Blätter, einzelne Äste sterben ab und die Rinde reißt der Länge nach auf. Tiefschwarze Sporen kommen zum Vorschein, die Bäume sehen rußig aus. Der ganze Prozess kann mehrere Jahre dauern. In Deutschland ist die Krankheit erstmals 2006 aufgetreten.

Die schwarzen Sporen unter der Rinde werden durch die Luft oder durch Regen verbreitet. Nicht nur auf den Ahorn, auch empfindliche Menschen können sie piesacken und beispielsweise allergische Symptome auslösen. Deshalb müssen die kranken Bäume umgehend gefällt werden, lautet eine Anweisung des Regierungspräsidenten Darmstadt an alle südhessischen Kommunen. Gießen machte mit einem Verlust von mehr als 30.000 Exemplaren bereits Schlagzeilen. Aber auch der Frankfurter Stadtwald, ein beliebtes Naherholungsgebiet, ist stark betroffen.

In Langen ist es glücklicherweise weit weniger schlimm. Die Kommunalen Betriebe kontrollieren intensiv. Bisher mussten sie im Stadtgebiet elf Bäume wegen der Krankheit entfernen. Sie standen an der Robert-Bosch-Straße, der Mörfelder Landstraße, der Liebigstraße, der Südlichen Ringstraße und in Oberlinden. Weitere 32 in einem waldartigen Areal an der Steinkaute waren ebenfalls nicht mehr zu retten.

Erster Stadtrat Stefan Löbig appelliert, befallene Bäume auf Privatgrundstücken ebenfalls zügig zu beseitigen, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Hiermit sollten aber unbedingt Fachfirmen beauftragt werden, da beim Fällen ein Ganzkörper- inklusive Atemschutz zu tragen ist. Das befallene Holz darf nicht an Ort und Stelle verbleiben oder im heimischen Kamin verwendet werden. Es muss zur Müllverbrennungsanlage. Vorbeugen – gerade bei jungen Pflanzen – ist möglich, und zwar durch eine ausreichende Bewässerung. Denn vitale, gut gepflegte Bäume wehren sich oft erfolgreich gegen den Pilzbefall.

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