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Weitere Kilometer für die Radschnellverbindung

Planungen von der Holzbrücke bis zur Walter-Rietig-Straße

02.05.2020
Karte Radschnellverbindung

Auf dem ersten, weitgehend abgeschlossenen Abschnitt der künftigen Radschnellverbindung Darmstadt – Frankfurt zwischen Egelsbach und Wixhausen sind gerade bei schönem Wetter viele unterwegs – und begeistert vom Platzangebot und dem komfortablen Asphaltbelag, auf dem die Reifen hervorragend rollen. Als nächstes soll auf Langener Territorium weitergebaut werden: von der Gemarkungsgrenze Egelsbach bis zur Walter-Rietig-Straße. Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung der Entwurfsplanung zugestimmt, die von der federführenden Regionalpark Südwest GmbH vorgelegt wurde und die bereits mit den zuständigen Behörden wie dem hessischen Verkehrsministerium abgestimmt ist.

In der Langener Südgemarkung verläuft die Route von der Holzbrücke an der Bahnlinie in Höhe des Übergangs zu Egelsbach entlang existierender Wege bis zu einem Durchgang an der Wohnbebauung zur Goethestraße. Auf den Wegen sind schon bisher auch zahlreiche Spaziergänger mit und ohne Hund unterwegs – vor allem zwischen der Wohnbebauung und dem Abzweig der Regionalparkroute in Richtung Egelsbacher Straße. Deswegen soll auf diesem Abschnitt ein separater, durch eine Markierung abgetrennter Fußweg gebaut werden.

Einschließlich Randstreifen braucht es mit Fußweg eine Breite von 7,5 Metern. Weil die vorhandenen Wege nicht so breit sind, hat die Stadt von Privatleuten bereits Grundstücke zugekauft oder steht noch in entsprechenden Verhandlungen. Da die Route am Rand des Naturschutzgebietes „Schmale Wiesen“ verläuft und auf einem kurzen Abschnitt sogar durchschneidet, musste die Planung eng mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und ein landschaftspflegerischer Begleitplan erarbeitet werden. Nach Angaben von Bürgermeister Frieder Gebhardt sind die Eingriffe unter anderem dank Ausgleichsmaßnahmen aber möglich.

Die Holzbrücke an der Grenze zu Egelsbach muss trotz ihrer nur drei Meter messenden Breite nicht vergrößert werden. Sie wird aber mit einem möglichst rutschfreien Bodenbelag ausgestattet.

In der anderen Richtung geht es zwischen den Grundstücken in Höhe Goethestraße 132 weiter. Hier konnte der Durchgang bereits auf knapp drei Meter verbreitert werden, auch wenn das nicht das Standardmaß für Radschnellwege ist. Mehr ist aber wegen der Bebauung nicht drin. Anschließend quert die Route per Vorfahrt die Goethestraße und führt über die Straße „Im Wiesengrund“ bis zur Walter-Rietig-Straße. Dort mündet sie in den Geh- und Radweg, der parallel zur Bahntrasse verläuft und wo der erste Abschnitt für Langen endet. Die konkrete Planung wird später fortgesetzt bis zum Ende der Liebigstraße und dann ins angrenzende Feld hinein bis Sprendlingen.

Der Wiesengrund und der Abschnitt auf der Walter-Rietig-Straße, die Teil einer Tempo-30-Zone sind, sollen zu vorfahrtberechtigten Fahrradstraße werden. Auf der Walter-Rietig-Straße müssen wegen der eingeschränkten Platzverhältnisse einige Parkplätze wegfallen. Die anliegenden Grundstücke sind aber sehr groß und bieten ausreichend Raum, um darauf Autos abzustellen. Außerdem soll der Gehweg verbreitert und die Straße obendrein grundlegend saniert werden. Dafür steht wie für den gesamten Bau der Radschnellverbindung ein Landeszuschuss in Höhe von 80 Prozent der Kosten in Aussicht.

Bürgermeister Gebhardt sieht in dem neuen Mobilitätsangebot einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende. Die Route biete vor allem auch Anreize, das Rad auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen, sie garantiere aber zugleich einen hohen Freizeitwert. Die Regionalpark Rhein-Main Süd-West GmbH rechnet mit einer Fertigstellung der rund 30 Kilometer messenden Strecke von Darmstadt bis Frankfurt im Jahr 2022. Die jetzt vorgelegte Planung für Langen umfasst einen Teilabschnitt von 1,7 Kilometern Länge.

Nach Beschlussfassung in den zuständigen städtischen Gremien kann das Vorhaben europaweit ausgeschrieben werden. Die bisherige Zeitplanung ist von einem Baubeginn Ende 2020 ausgegangen. Ob dieser Termin aufgrund der aktuellen Lage eingehalten werden kann, ist laut Gebhardt erst nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens abschätzbar.

 

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