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Neues Licht im dunklen Stern

Magistrat befürwortet Baupläne für weiteres Hotel im Neurott

08.03.2021

Die Pläne für die Revitalisierung des „Langener Sterns“ im Wirtschaftszen­trum Neurott konkretisieren sich: Der Magistrat befürwortete jetzt die Bauanträge der Pantera Mikro Langen GmbH, die das seit Längerem leerstehende Bürogebäude in ein Hotel mit 402 Zimmern umbauen will. Zudem ist der Neubau eines Bürogebäudes projektiert. Genehmigungsbehörde für die Bauanträge ist der Kreis Offenbach.

Auch wenn Langen alles andere als der klassische Urlaubsort ist, die Nachfrage nach Hotelzimmern war bis zum Beginn der Corona-Pandemie groß. „Und sie wird sicherlich nach dem Ende der Krise schnell wieder da sein“, sagt Bürgermeister Jan Werner. Dies ist auch bei seinen jüngsten Gesprächen mit Vertretern von Unternehmen, die gerade in die Sterzbachstadt gezogen sind oder kurz davorstehen, deutlich geworden. „Sie sind genauso wie die im Neurott ansässigen Institutionen und Bundesbehörden immer auf der Suche nach modernen Hotelzimmern beispielsweise für Außendienstler, Kunden oder Mitarbeiter aus anderen Unternehmensbereichen, die zu Schulungen oder Fortbildungen kommen. Auch das geplante zweite Fachärztezentrum und die Asklepios Klinik werden in den kommenden Jahren zusätzliche Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten erzeugen.“ Insofern steht die Stadt den Plänen des Immobilienentwicklers Pantera AG aus Köln überaus aufgeschlossen gegenüber, wie der Bürgermeister dem Vorstandsvorsitzenden Michael Ries und seinem Vorstandskollegen Uwe Auerbach jetzt bei einer Videokonferenz mitteilte.

Unter dem Namen Mainbase Langen plant Pantera, den „Langener Stern“ in der Pittlerstraße 48-50 in ein Hotel mit 402 Zimmern und Apartments sowie einer „Open Lobby“ mit Food-Court umzuwandeln. Die Arbeiten sollen zügig nach Erteilung der Baugenehmigung beginnen. Für den Umbau kalkuliert Pantera circa 18 bis 24 Monate ein, sodass mit einer Eröffnung vermutlich 2024 zu rechnen ist.

Ein Teil der großen, zum Kreisel von Pittler-, Ampère- und Raiffeisenstraße hin gelegenen Freifläche steht für den Neubau eines siebenstöckigen Bürogebäudes mit rund 4.800 Quadratmetern Nutzungsfläche (zuzüglich Nebenflächen) zur Verfügung, in dem bis zu 700 Menschen arbeiten könnten. Der geplante Neubau wird von Pantera komplett projektiert und steht zum Globalverkauf zur Verfügung. Auch diesem Bauantrag steht der Magistrat positiv gegenüber.

Die für das Hotel erforderlichen 206 Stellplätze werden in der unter dem „Langener Stern“ vorhandenen Tiefgarage bereitgestellt. Von ihr aus soll die Anbindung einer weiteren, neu zu bauenden Tiefgarage erfolgen, in der 120 Stellplätze für das Bürogebäude geschaffen werden.

„Das Projekt ist die lange ersehnte Wiederbelebung einer leerstehenden Gewerbeimmobilie in hervorragender Lage im Wirtschaftszentrum, direkt an der Abfahrt von der Nordumgehung“, freut sich Bürgermeister Jan Werner. In den oberen Stockwerken des „Langener Sterns“ ist das Licht bereits vor einigen Jahren nach dem Auszug des letzten Mieters ausgegangen. Seit vor einigen Monaten auch noch die Autovermietung das Erdgeschoss verließ, liegt das Areal komplett brach. „Ohne einen kompletten Umbau ist die Immobilien nicht mehr nutzbar“, erläutert Joachim Kolbe, städtischer Fachbereichsleiter unter anderem für Wirtschaftsförderung. „Die Räume entsprechen in keinster Weise den heutigen Anforderungen an moderne Büros. Und ein Abriss wäre extrem kostspielig. Insofern haben die Pläne von Pantera gleich zwei Vorteile: In das Gebäude kehrt wieder Leben ein und wir erhalten ein modernes Hotel, in dem auch größere Zimmer angeboten werden.“

„Dieses Projekt, das sich jetzt auf der Zielgeraden befindet, zeigt wieder einmal, dass sich Beharrlichkeit auszahlt“, sagt Jan Werner. Ein schwieriges, sich über Jahrzehnte hinziehendes Insolvenzverfahren hatte die Entwicklung des Areals lange Zeit behindert. „Doch unsere Wirtschaftsförderung ist immer am Ball geblieben und so sehen wir nun mit Freude, dass sich die Arbeit gelohnt hat und dort eine überaus willkommene Veränderung ansteht.“

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