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Der Gesundheitsstandort wächst

Entwurf des Bebauungsplans „Klinikum Langen Nord“ vorgelegt

31.08.2020

Der Ausbau des Gesundheitsstandorts an der Asklepios Klinik kommt voran. Der Magistrat hat nun den Entwurf des Bebauungsplans „Klinikum Langen Nord“ vorgelegt. Dieser soll unter anderem ein weiteres Fachärztezentrum, einen Klinikbereich mit zahnmedizinischem Schwerpunkt und Pflegeeinrichtungen ermöglichen. Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr hat sich bereits einstimmig für die Planung ausgesprochen.

Der Bebauungsplan „Klinikum Langen Nord“ basiert auf dem vorläufigen Konzept der medi Park GmbH.

Illustration: Architekturbüro Planwerk
Auf beiden Seiten der Röntgenstraße stehen Veränderungen an. Während die Asklepios Klinik unter anderem beabsichtigt, die Klinik für Psychische Gesundheit zu vergrößern, das zentrale Bettenhaus zu erweitern und eine Kindertagesstätte zu errichten, hat auf der Nordseite die medi Park GmbH Großes vor. Damit dies realisiert werden kann, muss aber zuerst der Bebauungsplan beschlossen werden.

Das Bebauungskonzept, das das Architekturbüro Planwerk im Auftrag der medi Park GmbH erarbeitet hat, sieht eine Nutzung des Areals im Dreieck zwischen Frankfurter Straße, Röntgenstraße und dem Waldrand mit überwiegend medizinischen Einrichtungen vor. Konkret sind dies ein Fachärztezentrum, ein medizinisches Schulungszentrum, eine zahnmedizinische Klinik sowie Pflegeeinrichtungen im stationären und teilstationären Bereich. Ergänzt werden soll dies durch Service-Wohnen für Menschen, die der ambulanten Pflege und Betreuung bedürfen, sowie Mitarbeiterwohnungen. Der Stadt ist dabei wichtig, dass dort kein neues Wohngebiet entsteht.

Die neuen Gebäude sollen so angeordnet werden, dass umfangreiche Grünbereiche entstehen, die weitgehend frei von oberirdischem Parken bleiben. Die im Norden des Plangebiets vorgesehenen Gebäude sollen etwa 18 Meter Abstand zum Waldrand haben. Im gesamten Bereich soll eine maximal fünfgeschossige Neubebauung entstehen. Das bestehende Wohnhochhaus bleibt erhalten. Es ist das einzige Überbleibsel aus früheren Zeiten – die ehemaligen Schwesternwohnheime waren vor einigen Jahren abgerissen worden.

„Die Pläne eines weiteren Facharztzentrums werden keine Ärzte aus anderen Teilen der Stadt abziehen. Vielmehr bietet dieses die Möglichkeit, zusätzliche Mediziner und weitere Fachgebiete nach Langen zu holen“, betont Bürgermeister Jan Werner. Zudem haben Praxen, die aktuell vis-à-vis im bestehenden Fachärztezentrum an der Asklepios Klinik sind, Erweiterungsbedarf angemeldet. Der Ausbau des Gesundheitsstandorts sei für die Langener Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Menschen aus angrenzenden Kommunen, ein großer Gewinn, so Jan Werner. „Dies wird ein medizinischer Leuchtturm.“

Der Geltungsbereich des gesamten Bebauungsplans umfasst knapp 2,5 Hektar. Veränderungen gibt es nur aber im Bereich der abgerissenen ehemaligen Schwesternwohnhäuser auf etwa 1,57 Hektar. Zudem soll dort eine neue private Straße entstehen.

Nachdem der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr bereits ein positives Votum zum Bebauungsplanentwurf „Klinikum Langen Nord“ abgegeben hat, steht er in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 10. September, zur Abstimmung. Danach erfolgen die öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

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