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Neue Radschnellverbindung F – DA wichtiger Beitrag zur Verkehrswende

In Langen laufen die Vorbereitungen für die Schnellverbindung

16.04.2019

Auf zwei Rädern flott durch die Region – das verspricht die Radschnellverbindung, die Darmstadt mit Frankfurt verknüpft und auch auf Langener Gebiet verläuft. Im vorigen Oktober war in Egelsbach Spatenstich für das erste Teilstück der rund 30 Kilometer messenden Route. In Langen laufen die Vorbereitungen ebenfalls. Teile der benötigten Flächen sind bereits in städtischer Hand. Mit den Eigentümern der restlichen Grundstücke in der Feldgemarkung ist der Magistrat überwiegend handelseinig und kauft sie an oder tauscht sie, wie Bürgermeister Frieder Gebhardt mitgeteilt hat.

„Wir sehen in der Radschnellverbindung einen wichtiger Beitrag zur Verkehrswende“, betonte der Verwaltungschef. „Wenn wir die Autoflut eindämmen, Staus vermeiden und den öffentlichen Personennahverkehr mit übervollen Zügen entlasten wollen, müssen wie den Umstieg aufs Fahrrad fördern.“ Die neue Route biete vor allem auch Anreize, das Rad auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen.

Mit der Umsetzung des Projekts hat der Regionalverband Frankfurt RheinMain die Regionalpark Rhein-Main Süd-West GmbH beauftragt. Alle an der Strecke liegenden Kommunen haben ihre Zustimmung zu dem Vorhaben erteilt. Die Kosten werden bis zu maximal 90 Prozent vom Land Hessen getragen.

Die Langener Stadtverordnetenversammlung hatte sich nach eingehender Diskussion auf die von der Regionalpark GmbH favorisierte Route östlich der Bahn verständigt. Darüber hinaus sollen Radwege auf der Westseite verbessert werden und als Zubringer dienen.   

Mit einem Baubeginn auf Langener Gemarkung – es wäre nach Wixhausen – Egelsbach der zweite Abschnitt - rechnet Gebhardt im Frühjahr kommenden Jahres. Anknüpfungspunkt ist die Holzbrücke an der Bahn an der Gemarkungsgrenze zum südlichen Nachbarn. Dann geht es entlang des vorhandenen Radwegs durchs Feld bis zum Leukertsweg und anschließend in einem Linksschwenk durch die Sterzbachwiesen, wo es ebenfalls einen Weg mit Brücke gibt. Durch einen – jetzt noch relativ schmalen Durchgang – trifft die Schnellverbindung auf die Goethestraße.

An dem Durchlass soll laut Gebhardt eine Mauer neu gesetzt werden, um mehr Platz für die Radler zu schaffen. Überhaupt geht es bei der Route darum, gewisse Wegebreiten herzustellen. Mindestens vier Meter sollen es sein, bei Mischverkehr (Radler und Fußgänger) rund fünfeinhalb Meter. Die Strecke wird durchgängig asphaltiert und farblich gekennzeichnet.

Der weitere Verlauf in Langen führt über den Wiesengrund und die Walter-Rietig-Straße parallel zu den Gleisen und am Bahnhof vorbei auf die Liebigstraße. Unter der Brücke zur Nordumgehung hindurch erreicht die Verbindung den Modellflugplatz und den Anknüpfungspunkt nach Sprendlingen.

Im Klartext bedeutet das alles: Feld- und vorhandene Radwege müssen ausgebaut und Straßen umgestaltet werden. Vorgesehen ist, die Abschnitte auf der Walter-Rietig-Straße und im Wiesengrund als Fahrradstraßen auszuweisen und bei der geplanten Erneuerung der Liebigstraße auf der Bahnseite einen zweispurigen Fahrradweg anzulegen.

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