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Ein Puzzleteil für den Klimaschutz

Dachbegrünung durch städtische Gesellschaft im Wirtschaftszentrum

27.11.2017

Der Klimaschutz ist in aller Munde. Doch Worte allein reichen nicht. Es muss gehandelt werden. Das hat die Beteiligungsmanagement Langen GmbH (BML) jetzt getan. Die Gesellschaft, in der die Stadt ihre Beteiligungen wie an den Stadtwerken bündelt, hat das Dach des früheren Nikon-Gebäudes am Kreisel Ecke Paul-Ehrlich-/Robert-Bosch-Straße auf einer Fläche von 925 Quadratmetern begrünt. Für BML-Geschäftsführer Manfred Pusdrowski ist das ein gelungenes Beispiel dafür, wie bei einer anstehenden Sanierung etwas für die Umwelt und gegen den Klimawandel getan werden kann, dessen Folgen unter anderem aufgeheizte Städte und zunehmend wolkenbruchartige Regenfälle sind. 

Die Immobilie im Eigentum der BML ist an die Firma Schaeffler Automotive Aftermarket vermietet. Im kommenden Jahr soll das grüne Dach um weitere 460 auf dann knapp 1.400 Quadratmeter wachsen. Weil dadurch Klima- und Umwelteinflüsse abgepuffert werden, verlängert sich die Lebensdauer des Gebäudeabschlusses nach Angaben der Kommunalen Betriebe (KBL) um ein Vielfaches. Der städtische Eigenbetrieb hat den Umbau der beiden Abschnitte geplant und führt bei den Arbeiten die Regie.

Aktuell versprüht die neue Oberfläche allerdings noch nicht den Charme einer grünen Oase. Es dominiert das Substrat, auf das kleine Setzlinge und Sprossen aus der Familie der Dickblattgewächse aufgebracht wurden. Das sind winterharte Stauden, die sich durch ihre hohe Widerstands- und Regenerationsfähigkeit auszeichnen und deshalb die idealen Pflanzen für den Extremstandort sind. Im Laufe der Zeit wird sich das Ganze zu einem ökologischen Kleinod entwickeln.

Zugute kommt die Begrünung auch dem Schallschutz für das Gebäude. Außerdem verbessert sie im Winter die Wärmedämmung und schirmt im Sommer die Hitze effektiver ab, was den Einsatz der Klimaanlage reduziert. Ein weiterer Vorteil: Das meiste Regenwasser wird vom begrünten Dach aufgefangen, was die Kanalisation entlastet. Und nicht zuletzt dient es als Ausgleichsfläche für Pflanzen und Insekten.

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