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Baurecht für den Technologiepark

Meilenstein für die Ansiedlung neuer Unternehmen

15.01.2016

Für den Langener Technologiepark hat der Magistrat jetzt endgültig die Weichen gestellt und der Stadtverordnetenversammlung einen beschlussreifen Bebauungsplan vorgelegt. Nach der vorgeschriebenen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung waren nur kleinere Änderungen in den Planunterlagen erforderlich, wie Bürgermeister Frieder Gebhardt mitteilte. Einer Vermarktung und Bebauung der Flächen stehe nach der Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung am 25. Februar nichts mehr im Wege. „Den Technologiepark wollen alle Fraktionen, er wird unsere Stadt weiterbringen, er ist ein Meilenstein für die Ansiedlung neuer Unternehmen“, betonte Gebhardt.

Das rund 50.000 Quadratmeter große Gelände liegt in allerbester Lage westlich der Bahnlinie und praktisch genau gegenüber dem Bahnhof. Zielgruppe sind zukunftsfähige Branchen wie Hightech und Automotiv, die das Langener Wirtschaftszentrum weiter aufwerten. Nach Gebhardts Worten gehe es beim Technologiepark um ein Projekt, das in den kommenden Jahren bis zu 140 Millionen Euro an privaten Investitionen bewirken und bis zu 3.000 zusätzliche Beschäftigte nach Langen bringen könne. „Und natürlich erhoffen wir uns durch die Ansiedlung von Unternehmen auch zusätzliche Gewerbesteuer-Einnahmen.“

Bisher ist das Gelände nur zu einem kleineren Teil bebaut. An der Pittlerstraße ist die RUG Semin GmbH ansässig, die als Nachfolgerin der altbekannten Langener Firma Riegelhof &Gärtner Revisionsklappen und Dachprofile aus Metall vertreibt. Außerdem hat die MP Holding GmbH, die weiter nördlich gerade den Multipark baut, dort ihren Sitz. Darüber hinaus hat die Advancis Software & Services GmbH an der Monzastraße ein neues Bürogebäude errichtet, das mit dem neuen Bebauungsplan in vollem Einklang steht. Der erfolgreiche Markt- und Technologieführer im herstellerneutralen Sicherheits- und Gebäudemanagement leistete damit Pionierarbeit.

Die Stadt Langen und die Stadtwerke verfügen zur Bahn hin über zwei große benachbarte Grundstücke, die schnellstmöglich bebaut werden sollen. Weitere sind in privater Hand. Hinzu kommen die Park-and-ride-Plätze. Außerdem existieren an der Straße „Am Weißen Stein“ einige Reihen- und ein Mehrfamilienhaus, deren Bestand gesichert wird. 

Für Gebhardt ist das Areal eines der wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete in Langen. Eine Trumpfkarte sei die hervorragende Verkehrsanbindung, vor allem durch die unmittelbare Nähe zur S- und Regionalbahn. Außerdem verfügten das Wirtschaftszentrum und gerade die Pittlerstraße über ein hochleistungsfähiges Breitbandnetz, an das der Technologiepark angeschlossen werde. „All das ist auch in einer Top-Region wie dem Rhein-Main-Gebiet ein Standortvorteil“, sagte Gebhardt. Er ist optimistisch, dass Investoren gefunden werden, die die von der vorteilhaften Lage und der guten Infrastruktur profitierten. Entstehen sollen Flächen für Büros, Distribution und Entwicklung, die für die Ansiedlung von Unternehmen hauptsächlich aus der Technologiesparte konzipiert sind. Ausgeschlossen sind die Logistikbranche und der Einzelhandel, der im benachbarten Fachmarktzentrum ein neues Domizil hat. 

Laut Bebauungsplan geht es beim Technologiepark nicht zuletzt darum, einen urbanen Lebensraum mit hoher Arbeits- und Aufenthaltsqualität in einem modernen städtischen Umfeld zu schaffen. Ein weiterer Aspekt ist die ökologische Ausrichtung, die durch eine umfängliche Begrünung (auch auf den Dächern) erreicht werden soll. Für die neuen Gebäude sind bis zu fünf Stockwerke vorgesehen. Der bestehende Park-and-ride-Platz könnte zum Teil mit einem Hotel überbaut und zudem zu einem zentralen Parkhaus erweitert werden, in das auch Pendler ihre Autos abstellen würden.

Vor der Stadtverordnetenversammlung im Februar ist der Technologiepark-Bebauungsplan am Mittwoch, 27. Januar, 20 Uhr, Thema im Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr.

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