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Bebauungsplan Nr. 45.IV „Wohngebiet Liebigstraße – Rodehau-Areal“

Erneute beschränkte, verkürzte Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 i.V.m. § 4a Baugesetzbuch (BauGB)

Die Stadt Langen hat für den o. g. Bebauungsplan die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB und § 4 Abs. 2 BauGB vom 11.06.2019 bis einschließlich 12.07.2019 durchgeführt.

Aufgrund neuer Erkenntnisse wurden das Schallgutachten und die Festsetzungen zum Immissionsschutz sowie Teile von Begründung und Umweltbericht geändert. Der geänderte Bebauungsplan-Entwurf wird nunmehr erneut – zeitlich verkürzt - öffentlich ausgelegt.

Dies wird hiermit öffentlich bekanntgemacht.

Das Plangebiet wird im Wesentlichen begrenzt

  • im Süden durch die Weserstraße,
  • im Westen durch den Gleiskörper der Bahnstrecke Frankfurt a. M. – Darmstadt parallel der Liebigstraße
  • im Norden durch die Moselstraße und
  • im Osten durch die Flächen der Stadtwerke Langen

Die genannten Verkehrsflächen sowie die Bahnanlagen (nachrichtlich) sind in den Geltungsbereich integriert (siehe Übersichtslageplan).

Im Geltungsbereich des Bebauungsplans liegen die folgenden Flurstücke in der Gemarkung Langen:

Flur 21, Flurstück 239/11, 239/12, 239/14 teilw., 239/46 teilw., 239/67, 239/73, 239/74, 558/1 teilw., 559/3 teilw., 559/4 teilw., 578/1 teilw., 578/6, 578/7 teilw., 579/6 teilw. Flur 24, Flurstück 76/5 teilw., 445/3 teilw.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 45.IV „Wohngebiet Liebigstraße – Rodehau-Areal“ liegt als Teilfläche innerhalb des Gebiets, für das 2013 der Rahmenplan „Wohngebiet Liebigstraße“ als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen wurde. Mit dem Bebauungsplan werden Flächen des Bebauungsplans Nr. 2/IV „Gewerbegebiet östlich der Bahnlinie“ überplant.

Die Öffentlichkeit kann sich während der unten genannten Frist bei der Stadtverwaltung Langen über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichten und zur geänderten Planung äußern. Es wird bestimmt, dass gem. § 4a BauGB nur zu den geänderten und ergänzten Teilen der Planung Stellung genommen werden kann und der Zeitraum der Auslegung verkürzt wird. Die Änderungen sind in den Dokumenten kenntlich gemacht. Der geänderte Entwurf des Bebauungsplans Nr. 45.IV „Wohngebiet Liebigstraße – Rodehau-Areal“ (Plangeltungsbereich siehe Lageplan) liegt mit zugehöriger Begründung inkl. Umweltbericht, den Gutachten und wesentlichen, vorliegenden umweltrelevanten Informationen gemäß § 3 Abs. 2 BauGB in der Zeit

vom 09.12.2019 bis einschließlich 20.12.2019

im Rathaus der Stadt Langen, Fachdienst 13, Bauwesen, Stadt- und Umweltplanung, 3. Obergeschoss (Südflügel des Gebäudes), Zimmer 331a, Südliche Ringstraße 80, 63225 Langen (Hessen), während der allgemeinen Dienststunden montags bis freitags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr öffentlich aus. Im gleichen Zeitraum stehen die genannten Unterlagen im Internet unter der Adresse www.langen.de/de/bebauungsplanung.html unter dem Punkt „Im Verfahren befindliche Bebauungspläne“ zur Verfügung.

Arten umweltbezogener Informationen gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

a) Umweltbericht mit integriertem landschaftspflegerischen Planungsbeitrag, Teil der Begründung zum Bebauungsplan-Entwurf Nr. 45.IV „Wohngebiet Liebigstraße – Rodehau-Areal“. Die Betrachtung der umweltrelevanten Schutzgüter umfasst dabei:

  • Natura 2000-Gebiete: Überprüfung auf Betroffenheiten bzw. Auswirkungen des Bebauungsplans auf Natura 2000-Gebiete sowie deren Bewertung. - Keine Betroffenheit.
  • Sonstige Schutzgebiete: Überprüfung auf Betroffenheiten bzw. Auswirkungen des Bebauungsplans auf weitere Schutzgebiete (z.B. Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet) sowie deren Bewertung. - Keine Betroffenheit.
  • Fläche: Erfassung und Bewertung der in Anspruch genommenen Fläche. Die betroffene Fläche weist ein besonderes Potenzial zur baulichen Nachverdichtung/Innenentwicklung im Stadtgebiet auf.
  • Boden und Wasser: Charakterisierung von Bodentypen und Bodeneigenschaften, Bodenfunktionsbewertung sowie der hydrologischen Gegebenheiten, Bewertung der Planung im Hinblick auf den Eingriff in den Boden- und Wasserhaushalt. Die Bedeutung des Bodens für den Naturhaushalt ist grundsätzlich als gering einzustufen. Das Schutzgut Wasser weist hingegen eine mittlere Wertigkeit auf.
  • Klima und Luft: Erfassung und Bewertung der Bedeutung des Plangebietes für die Kalt- und Frischluftbildung sowie das Lokal- bzw. Kleinklima. Das Plangebiet ist für das Klima von mittlerer Bedeutung.
  • Flora, Fauna und Biotope: Erfassung und Bewertung der Bestandssituation der Biotop- und Nutzungstypen sowie der Tier- und Pflanzenarten, Eingriffsbewertung und Beschreibung des naturschutzrechtlichen Ausgleichs. - Keine besonderen Betroffenheiten.
  • Biologische Vielfalt: Erfassung und Bewertung der vorhandenen biologischen Vielfalt im Geltungsgebiet. Keine besondere Relevanz des Planungsgebiets.
  • Landschafts- und Ortsbild: Beschreibung der Auswirkungen auf das Landschafts- bzw. Ortsbild. - Keine Betroffenheit.
  • Mensch, Gesundheit des Menschen und der Bevölkerung: Erfassung und Bewertung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie das Naherholungspotenzial. - Betroffenheit durch Lärmeinwirkungen (Straße und Schiene).
  • Kultur- und sonstige Sachgüter: Überprüfung und Bewertung möglicher Betroffenheiten von Kultur- und sonstigen Sachgütern. - Keine Betroffenheit.
  • Wirkungsgefüge/Wechselwirkungen: Überprüfung und Bewertung der vielfältigen Wirkungszusammenhänge und gegenseitigen Beeinflussung der Schutzgüter untereinander. - Keine bedeutsamen Wirkungsgefüge bzw. Wechselwirkungen erkennbar.
  • Betroffenes Umfeld: Beschreibung der Umgebung und Bewertung von Auswirkungen der Planung auf das nähere Umfeld. Es liegt keine Betroffenheit vor.
  • Gebiete zur Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität: Überprüfung von Beeinträchtigungen der bestehenden und zu erhaltenden bestmöglichen Luftqualität im Zuge der Planung. - Keine Betroffenheit.

Hinzu kommen im Umweltbericht Angaben zu vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich von nachteiligen Auswirkungen der Planung, zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung, zu den in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten, der Berücksichtigung übergeordneter Raumplanungen sowie zur Notwendigkeit einer Überwachung von Umweltauswirkungen, die aufgrund des Bebauungsplans auftreten können (Monitoring).

b) Umweltrelevante Stellungnahmen:

  • Regionalverband FrankfurtRheinMain (04.09.2018): Es bestehen keine artenschutzfachlichen Bedenken, Aussagen zu notwendigen externen Kompensationsmaßnahmenflächen sowie zu textlichen Festsetzungen zum Artenschutz werden zum Entwurf nachgereicht, eine Strategische Umweltprüfung (SUP) mit Umweltinformationen wird zur Verfügung gestellt.
  • Regierungspräsidium Darmstadt (21.07.2019): Bitte um Nachweis der Wasserversorgung, Hinweis auf die Notwendigkeit eines Wasserrahmenrichtlinien-Fachbeitrags im Rahmen des nachgeschalteten Erlaubnisverfahrens, die Vorgaben der Schalltechnischen Untersuchung wurden im Bebauungsplan ausreichend berücksichtigt, die Ergänzungsvorschläge sind nicht erforderlich.
  • Regierungspräsidium Darmstadt (06.09.2018): Grundwasserschutz, Wasserbedarf durch den zuständigen Wasserversorger gedeckt? Niederschlagswasser bei Entwässerungsplanung berücksichtigen. Bodenschutz/Altlasten: Altstandorte. Erfasster Altstandort der noch Restbelastungen durch Schadstoffe im Boden aufweist. Immissionsschutz: Lärmquellen Straße, Schiene und Gewerbe, benachbarte Bahnstromoberleitung beachten. Bergrecht ist nicht betroffen.
  • Regierungspräsidium Darmstadt, Kampfmittelräumdienst (11.07.2019): Ein Hinweis auf eventuell vorhandene Kampfmittel im Boden ist im Bebauungsplan enthalten und wird im Zuge des Bauablaufes berücksichtigt.
  • Hochtaunuskreis – Kreisausschuss, Fachbereich Ländlicher Raum (15.07.2019): Keine Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Fläche, naturschutzrechtlicher Ausgleich im Wald über Ökokontomaßnahme.
  • Hochtaunuskreis – Kreisausschuss, Fachbereich Ländlicher Raum (14.08.2018): Eine externe Bewältigung des Ausgleichsdefizits soll die Belange der Landwirtschaft berücksichtigen.
  • Deutsche Bahn (10.07.2019): Hinweis auf bahnspezifische Emissionen (insbesondere Luft- und Körperschall, Abgase, Funkenflug, Abriebe z.B. durch Bremsstäube, elektrische Beeinflussungen durch magnetische Felder etc.
  • Deutsche Bahn AG (07.09.2018): Hinweis auf bahnspezifische Emissionen
  • Kreis Offenbach (08.07.2019): Wasserschutzgebiet wird in textliche Festsetzungen als Hinweis aufgenommen, der Ausgleich des Biotopwertpunktdefizits wurde bereits sichergestellt, Darstellung der Artenschutzbelange sind bereits eindeutig nachvollziehbar in den textlichen Festsetzungen enthalten, eine Kennzeichnung von Altlastenstandorte ist gemäß Abstimmung mit der oberen Bodenschutzbehörde nicht erforderlich, auf die Notwendigkeit einer wasserrechtlichen Erlaubnis für die Versickerung von Niederschlagswasser wird im Bebauungsplan bereits hingewiesen.
  • Kreis Offenbach, (10.09.2018): Hinweise auf Wasserschutzgebiet Zone III Altstandorte und eine Altlast. Ausgleichsdefizit. Ausbildung von großen Baumscheiben. Artenschutzfachlichen Empfehlungen als Festsetzungen, Hinweis auf rechtzeitigen Schallschutz durch Riegelbau und Lärmschutzwand. Forderung von zusätzlichen Schallschutzmaßnahmen sowie weitere Empfehlungen bei Errichtung emittierender Anlagen. Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen bei Außenbeleuchtung.
  • BUND Ortsverband (24.06.2019): Ein Monitoring des Stieglitzes ist nach artenschutzrechtlicher Prüfung nicht notwendig und auch nicht vorgesehen.

c) Weitere umweltrelevante Informationen:

  • Geotechnische Untersuchungen (GeoConsult Hamm, 14.09.2018): Lagerungsverhältnisse und Zustandsformen und bodenmechanische Kennwerte der Bodenarten sowie die lokalen Grundwasserverhältnisse. Nachgewiesen wurden umfassend veränderte Böden mit Auffüllungen sowie das bereichsweise Vorkommen von Chlorwasserstoffen in der Bodenluft.
  • Durchführung eines Pumpversuchs an der Grundwassermessstelle PLG 05 01 (Büro für Hydro- und Umwelttechnologie, Heberer +Schleicher, 04.10.2019): Kontrolle der sanierten Altlast des ehem. Betriebsgelände eines Galvanikbetriebs. Im Ergebnis wurden abnehmende Chlorkohlenwasserstoffgehalte festgestellt. Nach Abschluss des Pumpversuchs war kein lokaler Belastungsschwerpunkt des Grundwassers mehr erkennbar.
  • Fachtechnische Begleitung hinsichtlich Sprengbombenblindgängerverdachts zur Überprüfung nach Kampfmitteln im Plangebiet (Ortungstechnik Gottwald, 02.08.2018): Im Ergebnis wurden keine Hinweise auf mögliche Sprengbombenblindgänger nachgewiesen.
  • Faunistische Sondierung und artenschutzrechtliche Beurteilung zur Bewertung des Vorkommens und der Betroffenheit der Artengruppen Vögel, Säugetiere, Reptilien sowie sonstiger Artengruppen (Götte Landschaftsarchitekten, 27.04.2018) anhand der Kriterien des § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG): Stieglitz als bemerkenswerte Art festgestellt, Potenzial für besonders geschützte Arten: Igel, Spitzmaus, Zwerg- und Mückenfledermaus.
  • Verkehrsuntersuchung zur Abschätzung des zusätzlichen Verkehrsaufkommens und zur Leistungsfähigkeitsbetrachtung der vorhandenen Erschließungsstraßen sowie der Knotenpunkte (Re2area, 24.09.2018/18.10.2018): Im Ergebnis wurden alle Knotenpunkte als mindestens leistungsfähig bewertet.
  • Schalltechnischer Bericht, Bauakustische Begleitung BV Liebigstraße Langen, ab Consult GmbH, 24.11.2019: Festsetzungsvorschläge zum Bebauungsplan: Verkehrslärm-Lärmschutzvorrichtung, Objektbezogene (passive) Schallschutzmaßnahmen, Grundrissorientierung, Maßgebliche Außenlärmpegel, Lärmpegelbereiche, Berechnungsgrundlagen.
  • Schalltechnische Untersuchung zur Bewertung der Verkehrslärmeinwirkungen im Bereich des Plangebiets anhand der Bestimmungen der 16. BImSchV (Verkehrslärmschutzverordnung) (Dr. GRUSCHKA Schalltechnisches Büro, 11.11.2019). Durch Verkehrslärm kommt es zu Überschreitungen der Orientierungswert der DIN 18005 für Allgemeine Wohngebiete. Mögliche Planungsgrundsätze, Vermeidungsmöglichkeiten und Maßnahmen zur Bewältigung des Immissionskonfliktes im Hinblick auf den Straßen- und Schienenverkehrslärm werden diskutiert.
  • Schalltechnische Untersuchung zur Bewertung der Verkehrslärmeinwirkungen im Bereich des Plangebiets anhand der Bestimmungen der 16. BImSchV Verkehrslärmschutzverordnung (Dr. GRUSCHKA, 20.06.2018) - inhaltlich überholt -
  • Schalltechnische Untersuchung Stadtumbaugebiet "Gewerbe" Rahmenplanung "Wohngebiet Liebigstraße" (Dr. GRUSCHKA 11.07.2012)
  • Erläuterungsbericht der Entwässerung zum Nachweis, dass die Entwässerung des Plangebiets gesichert ist. (Re2area, 20.12.2018).
  • Strategische Umweltprüfung, Konfliktanalyse zum Planvorhaben „Bebauungsplan Nr.45.IV, Wohnbaufläche geplant“ (Regionalverband Frankfurt RheinMain, 07.09.2017): Altlasten und Altlastenverdächtige Flächen, Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm, Wohnumfeld, Biotope, Flächenverbrauch, Trinkwasserschutzgebiete, Gebiete mit hoher Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers, Gebiete mit hoher Wärmebelastung, Bodendenkmäler
  • Strategische Umweltprüfung, Konfliktanalyse zum Planvorhaben „Bebauungsplan Nr.45.IV, P+R-Platz“ (Regionalverband Frankfurt RheinMain, 07.09.2017) abgeprüfte Umweltaspekte s.o.

Stellungnahmen, Anregungen und Hinweise zu den geänderten bzw. ergänzten Teilen des Entwurfs können während der genannten Frist bei der Stadt Langen, Fachdienst 13 schriftlich eingereicht oder zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.

Zur Beschleunigung des Bauleitplanverfahrens hat die Stadt Langen gemäß § 4b BauGB bestimmte Verfahrensschritte nach den §§ 2a bis 4a BauGB an einen Dritten (Planungsbüro) übertragen.

Langen, 26.11.2019

DER MAGISTRAT DER STADT LANGEN

Gebhardt, Bürgermeister

 

Unterlagen für die Beteiligung

Bebauungsplan Nr. 45.IV „Wohngebiet Liebigstraße - Rodehau-Areal“

Plan, Festsetzungen, Begründung und Umweltbericht

Gutachten

Umweltbezogene Stellungnahmen