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Lesen, lernen und schmökern weiterhin zum fairen Preis

Magistrat schlägt neue Kostenregelung für Stadtbüchereinutzer vor

24.07.2020
Neue Kostenregelung für Bücherei - Regalreihe
Groß ist das Angebot an Lesestoff in den Regalen der Langener Stadtbücherei. Foto: Stupp/Stadt Langen

Der Volksmund behauptet, wer Lesen kann, ist klar im Vorteil. Richtig ist, dass kein Medium eine nachhaltigere Informationsmöglichkeit bietet als das gedruckte Buch. Darum ist die Langener Stadtbücherei von der Leseförderung der Jüngsten bis zur Unterstützung beim lebenslangen Lernen ein unverzichtbarer Begleiter für Menschen aller Gesellschaftsschichten und jeden Alters. Um die Wirtschaftlichkeit des Lesetempels an der Südlichen Ringstraße zu erhöhen, möchte der Magistrat zum 1. Januar 2021 die Preise erhöhen. Erster Stadtrat Stefan Löbig begründet den angestrebten Schritt: „Wir erwarten mit der ersten Preissteigerung seit 2013 jährliche Mehreinnahmen von 4.200 Euro. Trotz der Anhebung der Entgelte können Bibliotheksnutzer auch weiterhin zu fairen Preisen auf ein exzellentes Angebot zurückgreifen.“

Die Jahresgebühr (Jahresausleihentgelt) für Leserinnen und Leser ab 18 Jahren soll künftig 15 Euro statt bisher zwölf betragen. Familien mit mehreren Mitgliedern, die über 18 Jahre alt sind und gemeinsam in einem Haushalt leben, zahlen 20 Euro statt 15 für ihren gemeinsamen Ausweis. Wer diesen nur für neun, sechs oder drei Monate im Jahr braucht, soll nach Vorschlag des Magistrats zwölf, acht beziehungsweise vier Euro entrichten. Die entsprechenden Familienausweise würden ab 2021 dann 15, zehn und fünf Euro kosten.

Die gute Nachricht: Kinder ab dem ersten Geburtstag und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr können weiterhin die Kinder- und Jugendmedien zum Nulltarif ausleihen. Die Höhe der Mahngebühren und die Preise für Kopien und Ausdrucke bleiben ebenfalls konstant. Bestimmte Dienstleitungen wie die Fernleihe wissenschaftlicher Fachbücher aus anderen Bibliotheken verteuern sich um 50 Cent. Da sich auch die Honorare für Autoren und Lesungen verteuert haben, sollen die Eintrittspreise zu diesen Veranstaltungen künftig bei vier, sieben oder neun Euro liegen (je nach individueller Höhe des Honorars). Der Magistrat hat weiter beschlossen, in der Stadtbücherei auf Videos zu verzichten, da diese Medientechnik veraltet ist und von den Kunden nicht mehr nachgefragt wird. Tragetaschen sollen ebenfalls aus dem Angebot genommen werden.

In Langen kommen viele Erwachsene, Jugendliche und Kinder gerne in die Bibliothek und genießen die hellen und großzügigen Räumlichkeiten. Rund 61.000 Besucher weilten 2019 während der gut 1.400 Öffnungsstunden in der Welt der Lektüre. Alle gedruckten, digitalen und Online-Medien wurden rund 182.000 Mal ausgeliehen. Besonders stark nachgefragt waren die Kinder- und Jugendbücher, die über 48.700 Mal entliehen wurden. Im Vorjahr erhöhte das Büchereiteam den Leihbestand um etwa 3.300 Exemplare. Die Stadtbücherei ist in Langen Kooperationspartnerin aller allgemeinbildenden Schulen, der Schulen für Sonderpädagogik, von Kitas, Vereinen und Gruppen sowie der Kirchengemeinden. Zu den fast 200 Veranstaltungen im vergangenen Jahr kamen rund 4.000 Besucher jeden Alters.

Am Donnerstag, 10. September, entscheidet die Stadtverordnetenversammlung über die Vorlage. Zuvor beraten darüber der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (Donnerstag, 20. August) und der Haupt- und Finanzausschuss (Donnerstag, 27.August), jeweils ab 20 Uhr im Rathaus.

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