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Flexibel handeln, stets vorbereitet sein

Planungen für stückweise Rückkehr zur Normalität

06.04.2021

Die dritte Welle wird immer höher, die Corona-Pandemie ist noch lange nicht beendet. Deutschland steckt weiterhin im Lockdown, doch Ungeduld, Unruhe und Unzufriedenheit in Bevölkerung und Wirtschaft nehmen zu. Rufe nach neuen Strategien zur Beendigung des Stillstands werden immer lauter, die Diskussionen intensiver. Aktuell ist das „Tübinger Modell“ als Vorbild zur Öffnung von Einzelhandel, Außengastronomie, Kulturbetrieben und Kinos in den Blickpunkt gerückt. Doch wie immer in den vergangenen Monaten gilt: Die Entwicklung ist äußerst dynamisch, nichts ist trivial, alles kann sich leider täglich ändern.

„So ist das eigentlich seit dem ersten Tag, als unser Krisenstab vor gut einem Jahr erstmals zusammenkam“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig, der von Anfang an mit den städtischen Fachbereichsleitern sowie den Spitzen von Feuerwehr, Stadtwerken und Kommunalen Betrieben in dem Gremium saß. „Wir müssen stets flexibel handeln“, ergänzt Bürgermeister Jan Werner, der seit seinem Amtsantritt im Juli vergangenen Jahres dem Krisenstab vorsteht. 

Das gilt auch aktuell, unter anderem mit Blick aufs Testen sowie den Weg aus dem Lockdown. „Beim Thema Schnelltests haben wir uns bewusst für den Weg entschieden, kein großes Testzentrum mit einem auswärtigen Anbieter zu eröffnen“, sagt Jan Werner. „Vielmehr setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren örtlichen Medizinern und Apotheken.“ So hat ihnen die Stadt Räume in der Stadthalle angeboten, falls sie in ihren eigenen Räumlichkeiten nicht genug Platz haben, um Tests anzubieten.

Davon Gebrauch macht die Oberlinden-Apotheke, die in der Stadthalle ein Testzentrum eröffnet hat. Weiterhin können sich Bürgerinnen und Bürger einmal wöchentlich kostenlos testen lassen in der Braun’schen Apotheke am Lutherplatz, der Spitzweg-Apotheke im Fachärztezentrum an der Asklepios Klinik, bei Dr. Gero Denda in der Friedrichstraße 10 sowie im Testzentrum Hanel in der Bahnstraße 34. Auch das Deutsche Rote Kreuz will an seinem Seniorenzentrum in der Frankfurter Straße 60 ein Testzentrum eröffnen. Eine stets aktuelle Übersicht gibt es auf www.corona-test-hessen.de.

„Auf das Tempo der Impfkampagne haben wir als Stadt leider keinerlei Einfluss. Das ist allein Sache des Landes Hessen. Aber solange große Teile der Bevölkerung noch nicht geimpft sind, ist es umso wichtiger, dass die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu kostenfreien Tests auch nutzen“, wirbt Jan Werner. „Nur dann können Infektionsketten zügig unterbrochen werden.“ Die Stadtverwaltung selbst bietet ihren Mitarbeitern ebenfalls die Möglichkeit zum Schnelltest.

Das Testen spielt auch mit Blick auf mögliche Öffnungen von Einzelhandel, Freizeit- und kulturellen Einrichtungen eine wichtige Rolle. In der Stadtverwaltung liegt der Fokus daher auf deren Vorbereitung. „Sobald eine realistische Chance auf Öffnungen besteht, sind wir dabei“, sagt Joachim Kolbe, als städtischer Fachbereichsleiter sowohl für Wirtschaft als auch für Bäder und Kultur verantwortlich. „Wir bereiten aktuell mit Hochdruck die Sommersaison im Freizeit- und Familienbad sowie dem Strandbad Langener Waldsee vor, planen Open-Air-Konzerte im Paulaner Biergarten hinter der Neuen Stadthalle und auch bereits die Theatersaison 2021/22. Und den Einzelhandel haben wir stets mit unserer Citymarketing-Initiative im Blick.“ Auch die Gastronomie als Teil einer lebendigen Innenstadt erfährt Unterstützung. „So habe ich Anfang des Jahres auf die sonst übliche Ausstellung kostenpflichtiger Sondernutzungsgenehmigungen verzichtet und den Gastronomen gleichzeitig gestattet, unbürokratisch eine Außenbestuhlung vorzunehmen, sobald dies erlaubt ist“, erinnert Bürgermeister Jan Werner. „Zu gegebener Zeit werde ich außerdem Magistrat und Stadtverordnetenversammlung den Vorschlag unterbreiten, dieses Jahr komplett auf die Gebühr für eine Außengastronomie zu verzichten.“

„Alles in allem glaube ich, dass wir gute Gründe haben, jetzt nicht nach vorne zu preschen“, betont Jan Werner. „Wir stehen bereit, haben einen guten Plan, werden ausreichend Test-Kapazitäten vorhalten und freuen uns schon darauf, nach und nach wieder zur Normalität zurückzukehren. Aber dazu brauchen wir alle leider noch ein wenig Geduld.“

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