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Zweite Großbaustelle auf der Bahnstraße

Radfahren gegen die Einbahnrichtung nicht länger erlaubt

15.02.2021

Langens Innenstadt ist im Wandel. Doch die Bauvorhaben bringen Verkehrsbehinderungen mit sich: Ab Freitag, 19. Februar, wird es deshalb auf der Bahnstraße auch nahe dem Lutherplatz Einschränkungen geben. In der Bahnstraße 3-7 realisiert die Firma Salco ihr Projekt BaLu, ein Gebäude mit Tiefgarage, rund 20 barrierefreien Eigentumswohnungen und Gewerbefläche im Erdgeschoss. Die Baustelle dafür wird über den nördlichen Gehweg und die Parkplätze auf die Straße hinausragen. Die Fahrbahnbreite wird auf etwa 3,50 Meter verengt.

Da die Bahnstraße aufgrund der Bauarbeiten in Höhe der Zimmerstraße bereits Einbahnstraße Richtung Lutherplatz ist, dürfte die neue Maßnahme kaum für größere Einschränkungen im fließenden Verkehr sorgen. Allerdings muss der aktuell eingerichtete Schutzstreifen für Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung wegfallen. Das Radeln auf der Bahnstraße in Richtung Westen ist dann verboten. Zudem fallen einige Parkplätze weg.

„Wir wissen, dass solche Einschränkungen im Verkehr gerade in der Innenstadt wenig Begeisterung auslösen“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Andererseits haben wir als Stadt wenig Einflussmöglichkeiten. Wir bemühen uns in Absprache mit dem Bauträger intensiv darum, Lösungen zu finden, um die Eingriffe in den öffentlichen Straßenraum so weit wie möglich zu minimieren. Aber jeder, egal ob Privatperson oder Firma, hat die Möglichkeit, eine derartige Baustelleneinrichtung zu beantragen. Und Genehmigungsbehörde ist letztlich der Kreis.“

Auch den Zeitraum, in dem er die Arbeiten vornimmt, kann der Bauträger selbst wählen. „Wobei ich es in diesem Fall sogar für sinnvoll halte, dass nun beide Vorhaben parallel umgesetzt werden. Würden sie hintereinander in Angriff genommen, würden die Einschränkungen auf der oberen Bahnstraße insgesamt deutlich länger dauern“, sagt Stefan Löbig. „Zudem ist in der augenblicklichen Corona-Pandemie das Verkehrsaufkommen geringer.“

Bedauerlich sei, dass der Schutzstreifen für Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung wegfallen müsse. „Aber nach Abwägung aller Aspekte mussten wir erkennen, dass es zu gefährlich wäre, dort Radverkehr in Gegenrichtung zuzulassen“, erklärt der Erste Stadtrat. Die Anfahrt der Baustellenfahrzeuge erfolgt über die Bahnstraße. Insbesondere beim Erdaushub und beim Betonieren der Bodenplatte fahren sie in größerer Zahl in den abgesperrten Bereich ein und später wieder hinaus in den fließenden Verkehr. „Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Radlern dort wäre ein zu hohes Risiko“, sagt Stefan Löbig. Den Schutzstreifen auf dem kurzen Stück zwischen Taunus- und Schnaingartenstraße bestehen zu lassen, macht wenig Sinn. Zumal im Mai auch noch die behindertengerechte Umgestaltung der Bushaltestelle an der ehemaligen Post beginnt und dann dort eine weitere Baustelle eingerichtet wird.

„Auch, wenn es Umwege bedeutet, bitten wir alle Radler, sich an das Verbot zu halten und die obere Bahnstraße während der Bauzeit nicht in Gegenrichtung zu befahren“, ruft der Erste Stadtrat zur Vernunft auf. Als Umleitungen bieten sich die Gartenstraße oder südlich Wiesgässchen und Jahnstraße bis zur Zimmerstraße an.

Um den Lkw-Verkehr zu kanalisieren, hat die Stadt dem Bauunternehmen zudem Auflagen gemacht: Die Lastwagen können sich am hinteren Parkplatz der Neuen Stadthalle Langen zum Warten aufstellen und dann auf Abruf über die Zimmerstraße zur Bahnstraße fahren.  Die Abfahrt hat über Lutherplatz, Rheinstraße, Darmstädter Straße und dann je nach Fahrziel entweder auf die Südliche Ringstraße zur B 486/A 661 oder weiter Richtung Egelsbach/Darmstadt/B 3 zu erfolgen.

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