Öffentliche Ausschreibung

Fortführung der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Langen

Im Rahmen der zweiten Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von 2020 bis 2024 werden Bewerbungen von Trägern für die Fortführung der externen Koordinierungs- und Fachstelle entgegengenommen.

Die Stadt Langen fördert eine aktive Zivilgesellschaft, die sich auf Basis des Grundgesetzes für ein tolerantes und friedliches Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft einsetzt. Daher möchte die Stadt Langen die lokale Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ auch in der 2. Förderperiode vom 01.01.2020 bis 31.12.2024 - vorbehaltlich der Gewährung der beantragten Projektmittel – mit folgenden Zielen fortführen:

  • Menschen und Institutionen sind vernetzt und fördern die Demokratie und ein tolerantes Zusammenleben in Langen.
  • Bildungseinrichtungen sind sensibilisiert und bearbeiten die Themen: Diskriminierung, Rassismus, Extremismus.
  • Einige der angeregten Projekte haben ein „Eigenleben“ entwickelt und gehen weiter.
  • Das Jugendforum läuft weiter, ist in den Strukturen der Kommunalpolitik verankert und bekannt. Kinder und Jugendliche werden in ihrem Engagement besonders gefördert.
  • Es wird ein Handlungskonzept zum Schutz von Bedrohten beziehungsweise Betroffenen rechter Gewalt entwickelt.
  • Es werden neue Beteiligungskonzepte in der pluralen Gesellschaft entwickelt und erprobt.

Der Koordinierungs- und Fachstelle steht nach antragsgemäßer Bewilligung des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und des Hessischen Kompetenzzentrums gegen Extremismus (HKE) nach Zuwendungsbescheid der Stadt Langen für den Bewilligungszeitraum 01.01.2020 bis 31.12.2024 eine Zuwendung von bis zu 138.889,00 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung. Für die Personalstelle der Koordinierungs- und Fachstelle darf die Hälfte der Fördersumme aufgewendet werden.

Die Projektmittel werden auf Antrag per Bescheid an den freien Träger weitergeleitet, der die nachstehend genannten Voraussetzungen mitbringt und die Anforderungen für die Durchführung der Koordinierungs- und Fachstelle nach Einschätzung der Stadt Langen bestmöglich erfüllen wird. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht und kann aus der Beteiligung am Interessenbekundungsverfahren nicht abgeleitet werden.

Als Bewerber für die Umsetzung der externen Koordinierungs- und Fachstelle kommen grundsätzlich nur nichtstaatliche Organisationen in Betracht, die die Voraussetzungen gemäß Punkt 4.2 der Leitlinie des Bundesprogramms erfüllen:

  • Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen für das geplante Projekt und entsprechende Erfahrungen in der Thematik des Programms.
  • Sicherung einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung, insbesondere Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) im Rahmen des Rechnungswesens.
  • Gewähr für eine zweckentsprechende, wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Fördermittel sowie bestimmungsgemäßer Nachweis derselben.
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff. Abgabenordnung (AO), ersatzweise zunächst der Nachweis der Stellung eines Antrags auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit gemäß §§ 51ff. AO beziehungsweise grundsätzliche Vereinbarkeit des Gesellschaftervertrags/der Satzung mit den Anforderungen der Gemeinnützigkeit
  • Kein Ausschluss der Vorschrift des § 181 BGB im Gesellschaftsvertrag und in etwaigen Geschäftsführerverträgen.

Anforderungen an den Träger sind weiterhin:

  • Mehrjährige Erfahrung mit der Durchführung des Programmes „Demokratie leben!“ und der Organisation von lokalen Partnerschaften für Demokratie.
  • Gute Vernetzung mit den lokalen Akteuren im sozialen und/oder Bildungsbereich, mit den regionalen Akteuren der Partnerschaften für Demokratie und dem Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE).

Für die genannten Anforderungen sind entsprechende Referenzen vorzuweisen beziehungsweise Belege vorzulegen.

Die Aufgaben der Koordinierungs- und Fachstelle ergeben sich aus Ziffer 2.3 der Leitlinien des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

  • Erstansprechpartner bei Problemlagen entsprechend des Förderbereichs
  • Steuerung der Erstellung und Fortschreibung der „Partnerschaft für Demokratie“, in Zusammenarbeit mit dem Federführenden Amt, dem Begleitausschuss und weiteren Akteurinnen und Akteuren
  • Koordinierung sowie inhaltlich-fachliche Beratung von Projektträgern und Begleitung von Einzelmaßnahmen, auch in Hinblick auf eine stärkere Einbindung in die lokale Gesamtstrategie, gegebenenfalls einschließlich der Begleitung der Akteurinnen und Akteure und ihrer Aktivitäten im Jugendforum sowie der Wahrnehmung von Aufgaben bezüglich der Mittelverwendung und -abrechnung im Aktions- und Initiativfonds sowie im Jugendfonds
  • Koordination der Arbeit des Begleitausschusses
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Bundesprogramms und der „Partnerschaft für Demokratie“ vor Ort
  • Unterstützung der Vernetzung, Bekanntmachung und Inanspruchnahme von Angeboten auf Landesebene (insbesondere Demokratiezentren)
  • Förderung der Vernetzungen zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung, insbesondere Anregung und Unterstützung des Know-How-Transfers zum Umgang mit Problemlagen entsprechend des Förderbereichs (siehe Abschnitt 2) in Verwaltungsstrukturen
  • Beratung und Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die demokratische Entwicklung des Gemeinwesens, für die Integration von Migrantinnen und Migranten sowie für Teilhabe und kulturelle Vielfalt engagieren
  • Förderung fachlicher Qualifizierung von Akteurinnen und Akteuren in der „Partnerschaft für Demokratie“ und Vermittlung entsprechender Angebote
  • Weiterentwicklung der Arbeit in der Kommune im Themengebiet
  • Gewährleistung der Zusammenarbeit mit der Programmevaluation/wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms
  • Sicherstellung der Erfassung der Projektdaten und -ergebnisse

Die aktuellen Leitlinien des Bundesamtes zum Förderprogramm können beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angefordert werden. Kontaktdaten dazu finden sich auch unter www.bafza.de.

Weitere Aufgaben:

  • Die Koordinierungs- und Fachstelle erstellt für die Stadt Langen („Federführendes Amt“) die notwendigen Berichte, Nachweise und sonstigen Unterlagen, die den Behörden wie dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und dem Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) vorzulegen sind.

Wenn Sie als Träger an dieser vielfältigen Arbeit Interesse haben, die erforderlichen Anforderungen erfüllen und sich bewerben möchten, dann bitten wir Sie ein Bewerbungsschreiben mit Konzept zur Umsetzung der externen Koordinierungs- und Fachstelle und den Referenzen sowie der Finanzplanung für die Jahre 2020 – 2024 ausschließlich per E-Mail zuzusenden.

Bewerbungsfrist ist der 27. November 2019

Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, ausschließlich per E-Mail an: mwaidelich@langen.de

Kontakt:

Stadt Langen - Der Magistrat
Fachdienst 25 - Migration, Jugend, Spielplätze

Martina Waidelich

06103 203-536

mwaidelich@langen.de