Erschließungsbeitrag

Wenn Ackerland zu Bauland wird, erfolgt die Erschließung durch die Stadt oder einen anderen Erschließungsträger. Unter der Erschließung versteht man die Versorgung und den Anschluss an Wasser, Abwasser- und Energieversorgungsnetze, Kommunikationsleitungen, Beleuchtung sowie die Herstellung von Straßen und Gehwegen.

Für die erstmalige Herstellung der Erschließungsanlagen werden Erschließungsbeiträge nach dem Baugesetzbuch und der städtischen Satzung erhoben. Hiernach tragen 90 Prozent der beitragsfähigen Kosten die anliegenden und bevorteilten Grundstückseigentümer, zehn Prozent der Kosten hat die Stadt zu tragen. Die Versorgung mit Telefon, Datenleitungen, Gas und Strom erfolgt meist durch private Unternehmen und fließt nicht in die Erschließungskosten ein.

Die wichtigsten Faktoren für die Berechnung des individuellen Erschließungsbeitrags sind die Grundstücksgröße, die bauliche Ausnutzung sowie die Anzahl der an das Grundstück anliegenden Straßenanlagen. Nach Abschluss der Baumaßnahme und nach Vorlage aller Rechnungen erfolgt die Berechnung der Erschließungskosten. Die Stadt hat die Möglichkeit, Vorausleistungen über die Baukosten von den Eigentümern vor Abschluss der Maßnahme zu verlangen.

In den nächsten Jahren werden diese Kosten in den folgenden Gebieten anfallen:

Straßenbeitrag

Die Stadt Langen wurde aufgrund der defizitären Haushaltslage seitens der Kommunalaufsicht aufgefordert, eine Straßenbeitragssatzung zu erlassen. Die Stadtverordnetenversammlung hat in der Sitzung vom 9. März 2017 die Einführung einer wiederkehrenden Straßenbeitragssatzung beschlossen, welche zum 1. April 2017 in Kraft getreten ist. Durch die am 7. Juni 2018 in Kraft getretene Änderung des Kommunalen Abgabengesetzes, ist die Pflicht zur Erhebung von Straßenbeiträgen weggefallen. Daraufhin wurde die im April 2017 eingeführte Satzung der Stadt Langen zur Erhebung über die wiederkehrenden Straßenbeiträgen, durch die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung, mit Wirkung vom 1. November 2018, aufgehoben.