Stadtumbaugebiet „Gewerbe“
Die wesentliche Aufgabe des Stadtumbaus im Stadtumbaugebiet „Gewerbe“ liegt in der Innenentwicklung der brachgefallenen und untergenutzten Flächen. Die Wiedernutzung dieser Flächen ist von großer Bedeutung für Langen, da eine Siedlungsentwicklung in den ökologisch hochwertigen Außenbereich nur noch in einem sehr eingeschränkten Maße möglich ist.
Die brachgefallenen und untergenutzten Flächen liegen im nordwestlichen Stadtgebiet. Durch die Nordumgehung (B 486) und die Bahntrasse bestehen räumliche Zäsuren, die drei von einander getrennte Bereiche entstehen lassen. Die Aufgabe des Stadtumbaus besteht darin, für diese drei räumlichen Bereiche die jeweiligen Entwicklungspotentiale herauszuarbeiten und in dem integrierten Handlungskonzept differenzierte Maßnahmen zur Reaktivierung der brachgefallenen und untergenutzten Flächen aufzuzeigen.
Nordwestlich der Bundesstraße B486 hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten im Stadtteil Neurott ein Gewerbegebiet (Ziffer 1 im Lageplan) aus kleineren und mittelständischen Gewerbebetrieben in qualitativ sehr unterschiedlichen Gebäudebeständen und Freiflächenutzungen entwickelt. Vereinzelt sind Brachflächen und Leerstände vorzufinden. Die Handlungskonzeption für diesen Bereich soll Maßnahmen aufzeigen, die frühzeitig einer negativen Entwicklung des Standortes entgegensteuert.
Das Stadtumbaugebiet mit seinen drei Teilbereichen
Der westlich der Bahntrasse liegende Bereich zwischen Mörfelder Landstraße und der Bundesstraße B 486 (Ziffer 2 im Lageplan) ist ein alter Gewerbestandort, der sich in Gemengelage zu angrenzenden Wohngebieten befindet. Der Gewerbestandort ist gekennzeichnet durch größere Gewerbebrachen entlang der Pittlerstraße, aber auch durch das Nebeneinander von alten und modernen Gewerbebetrieben. Es sind Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl die Vorhaltung von gewerblichen Flächen für erfolgreiche gewerbliche Neuansiedlungen bzw. gewerbliche Erweiterungen optimiert als auch den Gewerbestandort insgesamt aufwertet.
Östlich der Bahntrasse befindet sich ein Bereich (Ziffer 3 im Lageplan), der große untergenutzte und brachgefallene Gewerbeflächen aufweist. Da in den letzen Jahren die Neu-ansiedlung von Gewerbebetrieben auf diesen Flächen ausgeblieben ist, sind neue Strate-gien und Maßnahmen zur Reaktivierung zu finden. Dabei ist vor dem Hintergrund einer weiter anhaltenden Wohnungsnachfrage zu untersuchen, ob und in welchem Umfang Teile dieses Bereiches für eine Umnutzung als Wohngebiete geeignet sind.
Konzepte
Die Planungsbüros Freischlad+Holz/ Herwarth+Holz erstellen derzeit für die Stadt Langen ein gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept. In dem Konzept werden die Handlungsstrategien und Maßnahmen für den Stadtumbau aufgezeigt.
Betroffenenbeteiligung
In dem Stadtumbauprozess werden die direkt betroffenen Grundstückseigentümer, Unternehmer und Bewohner des Stadtumbaugebietes in vielfältiger Form eingebunden. Zudem haben alle interessierten Bürger die Möglichkeit, sich in Bürgerabenden und anderen Veranstaltungen über den Stadtumbau zu informieren und ihre Meinungen und Vorschläge zu äußern.
Mit den betroffenen Akteuren soll in einem konsensualen Verfahren eine Vernetzung zur Schaffung größtmöglicher Synergien erreicht werden. Dazu wird eine lokale Partnerschaft zwischen den Unternehmern, den Grundstückseigentümern und der Stadt Langen in einem gemeinsamen Netzwerk angestrebt.
Auftaktveranstaltung vom 20.01.2009